Apple, Nike und Co

Das sind die Geschichten hinter 5 legendären Markenlogos

Der Nike Factory Store in München-Brunnthal - der Swoosh natürlich bestens sichtbar
© Nike
Der Nike Factory Store in München-Brunnthal - der Swoosh natürlich bestens sichtbar
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Sie gehören zweifelsfrei zu den bekanntesten Markenlogos der Welt: die Signets von großen globalen Marken wie Apple, Adidas, Amazon, Nike und Starbucks. Doch auch wenn die Logos fest im Alltag von der Menschen verankert sind, wissen nur die wenigsten, welche Entstehungsgeschichte hinter ihnen steckt. Die Designexperten der Kreativplattform 99Designs erklären in HORIZONT Online, was es mit den Markenlogos auf sich hat.

Adidas (Logo "Drei Balken" seit 1990)

© Adidas
Es gibt wohl kaum jemanden, der die charakteristischen drei Streifen nicht kennt. Beim ersten Sportschuh dieser Marke sollten schwarze schmale Lederstreifen zusätzliche Stabilität verleihen. Als der Gründer Adolf Dassler die Schuhe auf dem Sportplatz im Einsatz sah, konnte er selbst auf große Entfernung die drei Streifen erkennen – ein enormer Wiedererkennungswert. Allerdings musste er die Rechte daran erst der finnischen Sportmarke Karhu abkaufen, bevor das Unternehmen aus Herzogenaurach seinen Siegeszug mit den drei Streifen antreten konnte.


Seit der Gründung haben insgesamt 16 Logos die unterschiedlichen Unternehmensbereiche von Adidas geprägt. Je nach Zielgruppe und Sparte wurde der Look entsprechend angepasst. Allen gemein ist allerdings, dass sie mit ihrer Einfachheit überzeugen und im Gedächtnis bleiben.

Apple (1977)

© Apple
Dass ein angebissener Apfel mal zum Sinnbild eines der wertvollsten Unternehmen der Welt werden würde, hätte vor Steve Jobs wahrscheinlich niemand für möglich gehalten. So kam es dazu: Anfangs war das Logo eine Hommage an Isaac Newton, der durch einen Apfel zu den Gravitationsgesetzen inspiriert wurde. Das frühe Apple-Logo zeigte Newton, den Apfel sowie einen Schriftzug und war viel zu komplex. Am Ende blieb das Obst übrig.
Wie es zu dem unverwechselbaren Biss kam, dazu gibt es verschiedene Theorien.
Über 99Designs

99Designs ist eine globale Plattform, auf der Kunden gemeinsam mit Designern eindrucksvolle Designs erarbeiten können. Seit 2008 hat sich 99Designs von einem kleinen Online-Forum zu einer globalen Community entwickelt. Die Kreativ-Plattform ist Anlaufstelle für Unternehmen, Agenturen und Personen, die Grafikdesigner benötigen. Der Hauptsitz ist in Melbourne weitere Büros gibt es in Oakland, Kalifornien und Berlin.

In der Biographie von Steve Jobs heißt es, dass der Designer Rob Janoff zwei Versionen – eine mit und eine ohne Biss – entworfen hatte und Jobs sich nur für den „unvollständigen“ Apfel entschieden habe, da der vollständige zu sehr einer Kirsche ähnelte.
Außerdem wird in Betracht gezogen, dass das englische Worte „Bite“ (Biss) die Nähe zu „Byte“ (Maßeinheit der Digitaltechnik und Informatik) herstellen soll. Die Aussparung könnte aber auch darauf zurückzuführen sein, dass es ein besonderer Kniff war, um das Logo an die Drehaussparungen der Booting-Kassetten des Apple II anzupassen oder aber an den Schriftzug in Werbeanzeigen.

Nike (1971)

© Nike
Ursprünglich bekam die damals 28-jährige Grafikstudentin Carolyn Davidson nur 35 US-Dollar für das einzigartige Unternehmenssymbol. Und so richtig zufrieden soll der Firmengründer Philip Knight damit auch nicht gewesen sein. Allein der Wille, endlich mit der Marke durchzustarten, habe ihn dazu veranlasst, sich für den "Swoosh" zu entscheiden. Dabei ist die Story dahinter sehr schön: Die aus der griechischen Mythologie stammende Namensgeberin Nike ist die Schutzpatronin der Krieger und Herrscher. Dargestellt wird sie stets in fliegender Bewegung sowie mit ihren federnen Schwingen, welche Davidson mit dem besonderen Haken aufgreifen wollte. Zudem bedeutet Swoosh Rauschen – das ist das Geräusch, das bei der Bewegung von Nikes Schwingen entsteht. Carolyn Davidson blieb übrigens nicht auf den 35 Dollar sitzen, sondern wurde, als sich der Erfolg einstellte, mit einem Aktienpaket entlohnt.

Amazon (2000)

© Amazon
Selten hat ein Pfeil mehr ausgesagt, als es der Amazon-Pfeil tut: Er verbindet das A mit dem Z, was auf die umfassende Produktpalette des Vollsortimenters hinweisen soll. Zudem steckt in ihm auch der Logistik-Gedanke – alles überallhin liefern zu können –, der für das Unternehmen genauso wichtig ist, wie zufriedene Kunden, die dies bestenfalls mit einem Lächeln quittieren – angelehnt an das Lächeln eines Smileys, an das der gebogene Pfeil erinnert. Last but not Least verweist der Unternehmensname auf den Amazonas, den wasserreichsten Fluss der Welt, und untermauert damit den Führungsanspruch des US-amerikanischen Konzerns.

Starbucks (1971, aktuellste Fassung seit 2011)

© Starbucks
Gegründet wurde das Label im amerikanischen Seattle, das für seinen Hafen und die dort angesiedelte Industrie bekannt ist. Die Verbundenheit zum Gründungsstandort sollte in dem Logo aufgegriffen werden, sodass man sich für die zweischwänzige Sirene entschied. Entsprechend der griechischen Mythologie handelt es sich bei ihnen um weibliche Mischwesen, die mit ihrem Gesang, ihren nackten Brüsten wie auch mit der obszönen Position ihrer Schwänze Schiffer anlockten, um sie zu töten. Offenbar ist diese starke Symbolik den Marketing-Verantwortlichen mit den Jahren aber zu viel geworden, sodass sie erst die Brüste mit den Haaren bedeckten, um pünktlich zum Börsengang die Schwanzflossen mit einem Beschnitt des Logos auch noch loszuwerden. Dennoch wollten sie die Nixe in ihrem Logo behalten, da sie zwei Vorteile bietet: Sie hebt sich von den klassischerweise braunen Symbolen der Mitbewerber ab und betont die Wertigkeit der Marke. Wer mit einem Starbucks-Becher auf der Straße gesehen wird, der kann sich dieses Getränk leisten und erhöht damit seinen eigenen Rang gegenüber den Mitmenschen.
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