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Anzeige. Dialog-Marketing

Vogel checkt: Der Online-Service für Werbesendungen im Test

Selfservice ist angesagt. Do-it-yourself-Plattformen und -Tools werden immer beliebter. Sie erlauben es, eine Werbebuchung selbst zu steuern. Reinklicken und ausprobieren, lautet die Devise. Und das gilt auch für klassische Werbeträger wie das Print-Mailing. Der Online-Service der Deutschen Post im Check.
von HORIZONT Content Studio Montag, 04. Oktober 2021
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Marketing-Verantwortliche wollen immer öfter mithilfe von Tools und Lösungen die Buchungs- und Planungs-Prozesse selbst steuern. Vereinfachen und Schwellen so niedrig halten wie möglich, lautet darum die Devise für die Martech-Anbieter. Der Trend hat auch die Offline-Medien erfasst.

Manche Online-Druckereien beispielsweise bieten inzwischen die Möglichkeit, Print-Mailings online zu gestalten und zu buchen. Das nutzen laut Torsten Gorsch, Business Unit Manager Logistics bei Flyeralarm, bisher vor allem „regional tätige Unternehmen, die ihre Kunden vor Ort informieren möchten“, Banken etwa, Gastronomiebetriebe oder Makler. Doch wie einfach ist der Prozess tatsächlich?

Vogel sagt: Genau, was ich suche – aber wie funktioniert das?
Ganz simpel: Nach der Registrierung und Anmeldung im Tool geht es sofort los. Wichtiger erster Schritt: Die Zielgruppe bestimmen: Bestandskunden oder neue Kunden?

Gleich zu Beginn trennt sich der Weg: Beide Prozesse sind zwar ähnlich aufgebaut, bieten aber Besonderheiten. Wir steigen ein mit „Neue Kunden erreichen“ und spielen den Prozess einmal durch, um später noch auf die Besonderheiten von „Bestandskunden ansprechen“ einzugehen. Also:

Neue Kunden erreichen
Wer zum ersten Mal den Online-Service der Deutschen Post nutzt, klickt auf „Neue Zielgruppe planen“. Hier bietet sich die Möglichkeit, das Gebiet nach Postleitzahl, Zustellbezirk oder Ortsteil einzugrenzen. Entweder durch Eingabe der Daten, durch Klick in eine interaktive Karte oder den Upload einer eigenen Liste. Die Suche lässt sich in der stark vergrößerten Karte anschließend verfeinern, indem Bezirke durch Klicken aktiviert oder deaktiviert werden.

Bei jeder Veränderung zeigt das Tool an, wie sich das auf die Kosten auswirkt. Wer einfach nur alle Haushalte in einer bestimmten Umgebung ansprechen möchte, um zum Beispiel auf einen neuen Lieferdienst aufmerksam zu machen, kann jetzt die Auswahl beenden: Zielgruppe benennen, speichern und weiterklicken.

Es gibt zudem die Möglichkeit, Zielgruppen weiter zu verfeinern: Mit der Einstellung „nach Postleitzahl“ und der Versandoption „Ausgewählte Haushalte (mit Kriterien)“. Dann stehen in der Eingabe-Maske unter der Gebietsauswahl fünf verschiedene Kriterien zur Verfügung, um die Zielgruppe weiter einzugrenzen: Kaufkraft, Gebäudetyp, Gartengröße, mittleres Alter auf Gebäudeebene und überwiegendes Geschlecht im Gebäude. Einfach ein oder mehrere relevante Kriterien aus einem Dropdown-Menü auswählen. Es empfiehlt sich, die Zielgruppe spätestens jetzt zu speichern, damit sie beim nächsten Print-Mailing gleich zur Verfügung steht.

Print-Mailing gestalten
Im nächsten Schritt wird das Werbeformat ausgewählt: Soll es beispielsweise ein Brief sein oder eine Postkarte A6? Fünf verschiedene Formate stehen zur Verfügung. Anschließend einen Namen für diese Print-Mailing-Kampagne eingeben, speichern – und weiter geht's.
Das Layout hochzuladen, ist ein bisschen tricky – doch keine Sorge: Es gibt für jedes Print-Mailing-Format eine Vorlage mit entsprechenden Infos zu Abmessungen und Vorgaben. Ein Editor hilft dabei, das Layout zu checken, und eine Vorschau zeigt an, wie das Print-Mailing aussieht.

Zustellzeitraum auswählen
Das Programm unterstützt Anwender auch bei der Terminplanung. Beim Klick auf einen möglichen Zustelltermin zeigt es den letztmöglichen Buchungstag an, den Produktions- sowie den Zustellzeitraum. Das lässt sich weit im Voraus buchen – zum Beispiel schon jetzt für den August 2022. Man kann die Kampagne jederzeit speichern und zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeiten.

Print-Mailing buchen
Eigentlich ist der Prozess damit schon – fast – beendet. Jetzt noch die Rechnungsadresse eingeben, die AGB bestätigen und das Print-Mailing beauftragen. In einem Kasten sind die exakten Kosten aufgeführt. Einverstanden? Dann los. Ein wichtiger Hinweis: Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Im Prinzip kann ganz Deutschland ausgewählt werden – wenn Kosten ab 2,9 Millionen Euro okay sind. Aber nach unten gibt es eine Grenze: Ab einer Stückzahl von 250 Print-Mailings geht es los.

Bestandskunden-Mailings individualisieren
Zurück zu Schritt 1. Hier gab es die Option, sich für die Bestandskunden-Ansprache zu entscheiden. Und da gibt es einige Besonderheiten, weil die Print-Mailings mit vollständiger Adresse – volladressiert – verschickt werden. Erstens: Handelt es sich um eine werbliche Sendung oder eine nicht-werbliche Sendung? Der Unterschied wird in einem eigenen Kasten genau beschrieben. Das ist wichtig für den Preis – nicht-werbliche Sendungen sind teurer.

Anschließend gibt es eine weitere Wahl: Kunden individualisiert ansprechen – oder nicht. Wer das Print-Mailing nicht individualisieren will, klickt auf „Nur Adresse eingeben“ und setzt den Prozess fort. Wer individuelle Informationen zu Kunden hinterlegt hat, der kann über einen Online-Editor bis zu fünf Felder platzieren, die mit individualisierten Angaben belegt werden: Zum Beispiel einem kundenindividuellen Rabatt, einem Produkt aus früheren Warenkörben etc. Wichtig ist, dass die entsprechenden Felder in der Print-Mailing-Liste genau definiert sind. Aber auch dafür steht eine Anleitung mit detaillierten Erklärungen zum Download bereit.

Egal ob Basic- oder individualisierte Variante – ein interaktives Feld hilft dabei, die Produktions- und Service-Kosten zu kalkulieren. Mit 380 Euro geht’s los, ab einer Auflage von 1300 Stück steigen die Kosten in kleinen Schritten. Für 0,02 Euro pro Stück können Werbetreibende auch ihre Adressen checken lassen. Das empfiehlt sich vor allem bei Listen, die längere Zeit nicht mehr bearbeitet oder aktualisiert wurden. Anschließend noch die Versandoptionen auswählen, den Zustellzeitraum festlegen – und das Print-Mailing beauftragen.

Gecheckt: So einfach ist eine Print-Mailing-Kampagne
Was auf den ersten Blick kompliziert wirkt, ist tatsächlich einfach. Neue User werden Schritt für Schritt durch den Buchungs-Prozess geführt und bekommen immer wieder Hilfestellung und weiterführende Informationen zum Download angeboten. Wichtigste Voraussetzungen: Eine entsprechend aufbereitete Adress-Liste (für die Bestandskundenansprache) und ein Layout, das an den jeweiligen Vorgaben für die verschiedenen Formate ausgerichtet ist. Ein bisschen Vorarbeit gibt es also.

Ganz nach Vogels Gusto: Online-Gaming für Werbungtreibende
Mit den Möglichkeiten, verschiedene Features auszuprobieren, bekommt der Buchungs- und Gestaltungs-Prozess etwas Spielerisches. Online-Gaming für Werber, sozusagen. Damit dabei die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, wird immer wieder angezeigt, wie sich eine Auswahl darauf auswirkt – volle Transparenz also. Prozess gecheckt. So könnte auch Jürgen Vogel eine Ankündigung für den nächsten Film versenden.

Selber checken auf: VogelCheckt.de/PrintMailing
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