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Deutsche Post vereinfacht mit neuem Self-Service-Tool den Kundendialog radikal

Vor Print-Mailing-Kampagnen schreckten kleinere Unternehmen oft zurück. Der Aufwand ist ihnen zu hoch. Das wird sich nun ändern. Denn die Deutsche Post hat ein neues Self-Service-Tool entwickelt. Es lockt mit einer Conversion Rate von durchschnittlich 3,9 Prozent. Da können andere Online-Werbemittel kaum mithalten.
von Detlev Brechtel, StoryWorks Dienstag, 02. April 2019
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Kaum hatte der Online-Shop für britische High-End-Lautsprecher die heiße Startphase erfolgreich hinter sich gebracht, begannen bei seinen Gründern auch schon die Diskussionen: Wie werben wir sinnvoll für unser Label? Welche Werbeformen passen zu unserem Geschäftsmodell? Und was können wir selbst stemmen – auch finanziell?

Ein guter Kundendialog – darüber muss man heute nicht mehr diskutieren – ist überlebenswichtig. Vor allem Bestandskunden sollten eine regelmäßige, wertschätzende Ansprache erfahren – so lehren es die Marketing-Experten seit Jahrzehnten. Doch angesichts des Kommunikationsgewitters der digitalen Werbewelt dringen einzelne Botschaften immer schwerer durch. Onlinewerbung stößt an Grenzen, weil genervte Nutzer zunehmend den Klick verweig

Print als Alternative zu Digital

Dass ausgerechnet gedruckte Werbesendungen eine wirkungsvolle Ergänzung zu digitalen Werbeformen darstellen könnten, kommt einem zunächst nicht unbedingt in den Sinn. Der „Dialog Marketing Monitor 2018“, den das renommierte Marktforschungsinstitut Kantar TNS im Auftrag der Deutschen Post durchführte, belegt dies jedoch: Gerade der Handel sieht im physischen Mailing immer noch sein Leitmedium für die Bestandskunden-Kommunikation.

Hier liegt aber gleichzeitig auch das Dilemma: Kleine Unternehmen oder Start-ups scheuen angesichts eines erwartbar hohen Aufwands oft schon den Sprung über die Einstiegshürde. Klar scheint: Weil finanzielle und personelle Ressourcen knapp sind, wird für diese Benutzergruppen eine Print-Mailing-Kampagne folglich erst dann richtig attraktiv, wenn sie sich mit radikal vereinfachten Prozessen bewerkstelligen lässt.

Mit einem neuen Self-Service-Tool will die Deutsche Post nun kleinere Werbungtreibende ohne tiefere Dialogmarketing-Kenntnisse in die Lage versetzen, ein solches Print-Mailing professionell zu gestalten und problemlos selbst an Kunden zu versenden – ohne dass sie zwingend weitere Dienstleister beauftragen müssen. „Die Herausforderung liegt darin, unseren Kunden ein intuitiv nutzbares, unkompliziertes und zugleich hocheffektives Instrument an die Hand zu geben“, erläutert Dirk Görtz, Vice President Dialogmarketing bei der Deutschen Post.

Serviceorientiert soll es sein

Wer nur ein begrenztes Werbe-Budget hat, möchte zudem nicht ständig in Finanzfallen stolpern. Selbstbuchungs-Tools müssen daher jederzeit Transparenz zu den anfallenden Kosten bieten. Außerdem ist nicht jeder Werbekunde marketingtechnisch auf dem gleichen Stand: Wo die einen schon über gut gepflegte Adresslisten verfügen, regiert andernorts noch das Chaos. Hier scheint es wichtig, dass auch eine Do-it-yourself-Plattform Service-Pakete enthält, die die Werbung des Benutzers besser macht. Etwa, dass ein integrierter Service sämtliche Adressen des Kunden auf Vollständigkeit und Zustellbarkeit überprüft. Oder, indem sie Vorlagen anbietet, die auch mit professionellen Grafikprogrammen zusammenspielen.

Adressqualität: das A und O jeder Kundenkommunikation

Doch bei allem sinnvollen Streben nach der neuen Einfachheit: Ein erfolgreiches Print-Mailing steht und fällt nun einmal mit der Qualität der verwendeten Adressen. Laut der Adress-Studie 2018 der Deutschen Post Direkt ist – man mag es kaum glauben – immer noch jede sechste (!) Kundenadresse fehlerhaft. Was also nicht zustellbar ist, kann auch keine Geschäftsbeziehung anbahnen. Und wird darüber hinaus sinnlos gedruckt und versendet, steht dies dem wichtigen Gesellschaftstrend zu höherer Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein schmerzhaft entgegen.

Fakt ist: Gerade Unternehmen aus dem E-Commerce haben in der Vergangenheit erfolgreich Kundenkommunikation via Print-Mailing betrieben, wie die CMC Dialogpost-Studie 2018 ermittelte. Darin erzielten Online-Shops mit gedruckten Werbesendungen für Bestandskunden eine Conversion Rate von exorbitanten 3,9 Prozent und in manchen Fällen sogar über 10 Prozent. Eine echte Hausnummer angesichts der im Digitalsektor üblichen 0,x-Werte! Zudem benötigen die gedruckten Werbesendungen kein aufwendiges Opt-in wie beim E-Mail-Marketing, was in puncto Datenschutz den Unternehmen wiederum geringeren Aufwand verspricht.

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