Angela Merkel

Die Liebeserklärung von Sixt an die Bundeskanzlerin

Ist Kanzlerin Merkel nun doch Sixt-Fan geworden?
© Sixt
Ist Kanzlerin Merkel nun doch Sixt-Fan geworden?
Sie ist bis heute eine der bekanntesten unfreiwilligen Werbebotschafterinnen für Sixt - nun wirbt die Autovermietung erneut mit Angela Merkel. Jedenfalls fast: Das Video, in dem eine Doppelgängerin der Bundeskanzlerin im Audi A6 durch das nächtliche Berlin kurvt, gerät zu einer schnippischen Liebeserklärung an die Politikerin, die spätestens 2021 von allen Ämtern zurücktreten will.
In dem Spot, den Sixt auf seinen Social-Media-Kanälen und bei Youtube veröffentlicht, hat das Unternehmen zahlreiche Anspielungen auf Merkels bisherige Amtszeit und ihren Politikstil untergebracht. Nachdem sie den Sixt-Chauffeur damit überrascht hat, einfach selbst fahren zu wollen, setzt sich "Angela Merkel" auf den Fahrersitz und sagt: "Endlich ein Stuhl, an dem keiner sägt." In diesem Stil geht es weiter: Als sie kurz vor der Rotphase über eine Ampel fährt, ruft sie noch: "Wir schaffen das" und schiebt ein etwas genervtes "Den Satz kann ich bald selbst nicht mehr hören" hinterher.
Im Folgenden tauchen schließlich noch weitere Rivalen bzw. Weggefährten Merkels aus ihrer inzwischen dreizehnjährigen Amtszeit auf: Horst Seehofer darf natürlich nicht fehlen, ebenso wie Gerhard "Schrödi" Schröder und Andrea Nahles. Es hat den Anschein, als wollte Sixt Merkel noch einmal zur großen Form auflaufen lassen, ehe sie nach Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 ihr Amt als Bundeskanzlerin niederlegt. Die Kreation stammt von der Münchner Agentur 19:13, die Produktion übernahm Neue Super.


Es ist inzwischen 17 Jahre her, seit Sixt sich das erste Mal die Dienste von Angela Merkel "gesichert" hat. Damals veröffentlichte das Unternehmen ein Anzeigenmotiv, auf dem man zwei Bilder der CDU-Politikerin sieht: Eines mit normaler Frisur und eines, auf dem ihr buchstäblich die Haare zu Berge stehen. Darunter stand: "Lust auf eine neue Frisur? Mieten Sie sich ein Cabrio".

Merkel nahm es seinerzeit gelassen. Die Anzeige von Sixt sei dabei "sicherlich ein Gag der intelligenteren Sorte", so Merkel damals in einem Interview mit dem Stern. In einem Brief an Vorstandschef Erich Sixt schreibt Merkel: "Bislang ist mir Ihre Firma vor allem wegen Ihrer Autos aufgefallen. Aber dass es auch ganz schön haarig sein kann, Ihr Kunde zu werden, konnte ich erst jetzt Ihrer Werbung entnehmen." Vor fünf Jahren legte Sixt nach und machte sich über die Bemerkung Merkels lustig, das Internet sei "Neuland". Nicht zuletzt die Werbemotive mit Angela Merkel haben dafür gesorgt, dass die Werbung von Sixt in der deutschen Werbelandschaft inzwischen absoluten Kulttatus besitzt. Dafür bekamen die Pullacher Autovermietung und die Agentur Jung von Matt, die zu den festen Agenturpartnern von Sixt gehört, kürzlich einen Grand Prix beim GWA-Effie. Weitere Agenturen, die ebenfalls einen Beitrag zur langjährigen kommunikativen Erfolgsgeschichte von Sixt beigetragen haben, sind 19:13, Fahrnholz & Junghans & Raetzel, Oliver Voss Werbeagentur sowie Thjnk. ire
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