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Lebensmittel landen immer häufiger im virtuellen Einkaufskorb.
Shutterstock/Chinnapong
Alles, sogar Tiernahrung

Deutsche Verbraucher kaufen immer mehr im Netz - und beflügeln den Onlinehandel

Lebensmittel landen immer häufiger im virtuellen Einkaufskorb.
Vor allem Lebensmittel und Drogeriewaren sorgen für ein sattes Wachstum im Online-Handel. Im Vergleich zum Vorjahr verbuchte der Internethandel im ersten Halbjahr 2019 ein Plus von 11,3 Prozent. Das geht aus der Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) hervor.
von Henrik Rampe Dienstag, 16. Juli 2019
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Der Einkaufswagen wird längst nicht mehr nur im Supermarkt mit Tiernahrung, Drogerieprodukten und Lebensmitteln bestückt. Immer häufiger landen Waren des täglichen Bedarfs im virtuellen Warenkorb. Um 17,9 Prozent legten FMCG-Produkte im zweiten Quartal 2019 zu. Kein Bereich wächst stärker als "Fast moving consumer goods", mit denen in den vergangenen drei Monaten 407 Millionen Euro online umgesetzt wurden.



"Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass der Online- und Versandhandel heute schon die Grundversorgung gemeinsam mit seinen belastbaren und effizienten Zustellpartnern sichert", sagt bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Insgesamt kauften deutsche Verbraucher im Zeitraum von April bis Juni für 17,363 Milliarden Euro online ein - ein Plus von 11,3 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Der Online-Handel macht damit 96,7 Prozent am Gesamtumsatz des interaktiven Handels aus. Digitale Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen verzeichnen einen Umsatz von 4,81 Milliarden Euro.

Auf Wachstumskurs bewegt sich auch der Online-Handel mit Möbeln, Lampen und Dekoration (+ 14,4 Prozent) und mit Hobby-/ Freizeitprodukten (+12,3 Prozent). Unbeeindruckt von der Schwäche im stationären Handel zeigt sich das Online-Modebusiness: In der Kategorie Bekleidung verzeichnet die Branche ein Wachstum von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Bundesverband ist man zuversichtlich, dass der Positivtrend anhält und der E-Commerce-Umsatz dieses Jahr die 70 Milliarden-Euro-Marke überspringt. Für den Gesamtmarkt des interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Milliarden Euro brutto.


In der Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ werden von Januar bis Dezember 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen wie beispielsweise im Bereich Reisen oder Ticketing befragt.

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