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Damit die Post auch ankommt, müssen die Kundendaten stimmen
IMAGO / Michael Gstettenbauer
Adressqualität

Post registriert weniger fehlerhafte Kundendaten

Damit die Post auch ankommt, müssen die Kundendaten stimmen
Die Adressqualität in den Kundendatenbanken deutscher Unternehmen hat sich gegenüber 2018 leicht verbessert. Das geht aus der Adress-Studie 2021 von Deutsche Post Direkt hervor. So sank der Anteil fehlerhafter Kundendaten von 16,4 auf 14,7 Prozent.
von HORIZONT Online Dienstag, 06. Juli 2021
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Für die Studie hat das auf Adress- und Datenmanagement spezialisierte Tochterunternehmen der Deutschen Post Ergebnisstatistiken von 200 Unternehmen in zehn Branchen anonymisiert und ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass Umzüge ohne Bekanntgabe der neuen Adresse sowie Sterbefälle mit 8 Prozent die häufigsten Ursachen für fehlerhafte Kundendaten sind. Bei 2,8 Prozent der Adressen liegen nicht aktuelle Daten vor - zustellbar wird die Post dadurch, dass Nachsendeaufträge oder andere Umzugs-Informationen vorliegen.


Zudem muss Deutsche Post Direkt bei 6,5 Prozent der Adressen Rechtschreibfehler korrigieren, besonders häufig in den Bereichen Touristik (10,7 Prozent) und Einzelhandel (10,1 Prozent). Für die betroffenen Unternehmen ergibt sich das Problem hierbei weniger dadurch, dass Post nicht zustellbar wird, sondern vielmehr dadurch, dass falsch geschriebene Namen beim Empfänger kein gutes Licht auf den Absender werfen. Bei Versicherungen (3,0 Prozent) und Verlagen (4,3 Prozent) kommen hingegen seltener Rechtschreibfehler vor.

Überhaupt Verlage: Diese konnten sich gegenüber 2018 stark verbessern, der Anteil fehlerhafter Adressen beträgt bei ihnen nur noch 12 Prozent, was Platz zwei unter allen untersuchten Branchen bedeutet. Auf Platz 1 liegen Versicherungen (11,4 Prozent), der Versndhandel belegt mit 12,3 Prozent Platz drei. Die Banken, bei der letzten Untersuchung noch Spitzenreiter, rutschen mit 13 Prozent fehlerhaften Adressen auf Rang 5 ab. Auch im öffentlichen Sektor hat sich die Adressqualität verbessert: Lag 2018 der Anteil unzustellbarer Adressen noch bei 26,7 Prozent, liegt er 2021 bei 14,9 Prozent. Bei Unternehmen des Touristik-Sektors dagegen sind 21 Prozent der Adressen nicht zustellbar. Sie landen wie 2018 am Schluss des Branchenvergleichs.

"Angesichts von knapp 15 Prozent falschen und veralteten Daten gibt es noch viel zu tun. Denn gepflegte Kundenadressen sind auch für das Dialogmarketing unverzichtbar und Voraussetzung dafür, dass Geschäftspost und Pakete zugestellt werden können", sagt Petra Weber, Geschäftsführerin der Deutschen Post Direkt. "Die Studienergebnisse ermöglichen es Unternehmen, den Zustand der eigenen Kundendatenbank ins Verhältnis zu ihrer Branche wie auch zur Gesamtwirtschaft zu setzen. Dazu können sie den kostenfreien Adress-Check der Deutschen Post Direkt nutzen und gratis die Adressqualität testen lassen." ire

Die komplette Studie kann hier heruntergeladen werden.

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