#ZSMMN So lästern die Fans über den Hashtag der DFB-Kampagne

Mittwoch, 16. Mai 2018
Torhüter Marc-Andre ter Stegen schreibt den Kampagnen-Hashtag auf einen Torpfosten
Torhüter Marc-Andre ter Stegen schreibt den Kampagnen-Hashtag auf einen Torpfosten
© DFB

Zeitgleich zur Bekanntgabe des vorläufigen Kaders für die Weltmeisterschaft in Russland hat der Deutsche Fußball-Bund eine Fan-Kampagne gelauncht. Diese soll den Zusammenhalt von Fans und Mannschaft stärken. Der Hashtag zur Kampagne nimmt allerdings offenbar nicht jeden Anhänger mit.
In sozialen Netzwerken und auf Whatsapp ist es Usus, manche Wörter in Großbuchstaben, aber ohne Vokale zu schreiben. Aus "Legende" wird so zum Beispiel der Hashtag #LGND. Der DFB will nun offensichtlich zeigen, dass er die Sprache der Fans versteht und ebenfalls spricht. Deswegen lautet der Hashtag für die Kampagne #ZSMMN - für "Zusammen". Auf der Miscrosite zsmmn-dfb.de hat der Verband einen Trailer für die Kampagne hochgeladen, der Jubelszenen des DFB-Teams und der Fans zeigt. Außerdem sieht man, wie die Nationalspieler mit Edding den Hashtag aufschreiben. Der Song im Hintergrund stammt von den Fantastischen Vier und Clueso. 
Außerdem ruft der DFB die Anhänger dazu auf, sich an der Kampagne zu beteiligen, indem sie unter dem Hashtag #ZSMMN ihre besten Fan-Momente auf der Website hochladen und in den sozialen Netzwerken teilen. "Fußball hat die Kraft, Menschen zu verbinden. Egal, ob man sich kennt oder wo man herkommt. Bei der WM 2018 in Russland rückt Deutschland ganz eng zusammen und fiebert gemeinsam mit der Mannschaft. Alle zusammen für ein Ziel: den Titel zu verteidigen", heißt es auf der Website.

Nun sind schräge Hashtags in der Social-Media-Kommunikation wahrlich nichts Ungewöhnliches mehr - die CDU hat sogar den letztjährigen Bundestagswahlkampf komplett mit #FEDIDWGUGL durchgezogen ("Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben"). Dass die DFB-Kampagne auch Spott ernten würde, war dennoch abzusehen. Viele Fans auf Twitter zeigen sich angesichts des Hashtags denn auch eher belustigt als motiviert (siehe Tweet-Sammlung).
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© Samsung

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Ein Thema, das dabei auch auftaucht, ist der gemeinsame Fototermin von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Das Treffen der beiden türkischstämmigen Nationalspieler mit dem Autokraten sorgte bei Fans und Politikern für reichlich Irritationen.

Der DFB sah sich deshalb sogar gezwungen, das Thema bei der Kaderbekanntgabe am Dienstag proaktiv anzusprechen. Bundestrainer Joachim Löw kündigte an, sich Özil und Gündogan noch einmal zur Brust nehmen zu wollen: "Den Spielern ist von Seiten des Verbandes zu verstehen gegeben worden, dass es keine glückliche Aktion war", so Löw. "Ich finde persönlich, dass beide Spieler einen sehr, sehr guten Charakter besitzen. Beide haben für die Integration in Deutschland sehr, sehr viel getan. Es wird ihnen eine Lehre sein. Und wir werden uns im Trainingslager noch einmal mit ihnen unterhalten." ire

Twitter-Reaktionen auf #ZSMMN:

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