Wunderman-Studie

Zwei Drittel aller Unternehmen können aus Daten keine Marketing-Maßnahmen ableiten

Joachim Bader ist CEO von Wunderman Central Europe
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Joachim Bader ist CEO von Wunderman Central Europe
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Dass digitale Technologien und Big Data mittlerweile wichtige Faktoren für ein erfolgreiches Marketing sind, steht außer Frage. Bei der Umsetzung hapert es aber noch gewaltig. Fast zwei Drittel aller Unternehmen sehen sich außerstande, konkrete Maßnahmen aus dieser Tatsache abzuleiten. Das geht aus der Studie "Future Ready" der Digitalagentur Wunderman hervor. 
Nahezu alle der befragten Entscheider - 250 Führungskräfte globaler Marken - sind sich einig, dass Daten heute über den Erfolg von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen entscheiden. Immerhin drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) haben bereits entsprechende Technologien implementiert. Allerdings tun sich die meisten Befragten noch schwer, diese auch gewinnbringend zu nutzen: Nur in jedem dritten Unternehmen haben datenbasierte Insights Einfluss auf die Gestaltung von Marketingmaßnahmen, 62 Prozent sehen sich sogar außerstande, konkrete Maßnahmen daraus abzuleiten. 

Eine große Hürden sind dabei veraltete Strukturen: 73 Prozent der befragten Entscheider gaben an, dass die verschiedenen Abteilungen im Unternehmen isoliert arbeiten. 89 Prozent von ihnen sind überzeugt, dass dieser Umstand ein einheitliches unternehmensweites Messaging untergräbt. Das führt dazu, dass fast zwei Drittel (59 Prozent) der Unternehmen unzufrieden mit dem Output ihrer laufenden Marketing-Investitionen sind. 
Die Bedeutung von Daten und Technologie wird nicht infrage gestellt - die Umsetzung macht Probleme
Die Bedeutung von Daten und Technologie wird nicht infrage gestellt - die Umsetzung macht Probleme (© Wunderman)
"Viele Marken haben bereits massiv in Technologien investiert, um ihr Geschäftsergebnis zu steigern. Noch zu wenigen gelingt es allerdings, diese Investitionen auch zu ihrem Vorteil zu nutzen und einen entsprechenden ROI zu realisieren", resümiert Joachim Bader, CEO Central Europe bei Wunderman: "Dazu braucht es eine integrierte Technologie- und Datenstrategie für die Kundenansprache. Wer es nicht schafft, digitale Technologien wirksam einzusetzen, um den Konsumenten spürbare Vorteile zu bieten, wird über kurz oder lang an Relevanz verlieren." 

Wunderman hat daher fünf Schritte definiert, die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Digital-Strategie beachten sollten: 


1. Leistung definieren: Eindeutige Kennzahlen und die gewünschten Ergebnisse im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung festlegen. Bestimmen wie der Fortschritt getrackt und die Ergebnisse gemessen werden. 

2. Für Klarheit sorgen: Eine einheitliche und vor allem klare Vision für das Unternehmensziel und die Rolle die jedes Team, jede Person und jede Disziplin dabei spielt, kommunizieren. 

3. Geschwindigkeit aufnehmen: Die Fähigkeit entwickeln, Echtzeitinformationen zu gewinnen und auch zeitnah zu verarbeiten sowie umgehend auf sich ändernde Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse zu reagieren. 

4. Transparenz schaffen: Einen durchgehenden Zugang zu exzellenten Daten für alle Abteilungen und Beteiligten ermöglichen, dazu gehören u.a. Informationen zu Geschäftsentwicklung, KPIs und Erkenntnissen. 

5. Transformation vollziehen: Eine Kultur pflegen und eine Organisation schaffen, die in der Lage ist, Strukturen, Prozesse und Maßnahmen flexibel anzupassen, wenn sich neue Möglichkeiten auftun. dh 

Studien-Steckbrief
Für die Studie "Future Ready" befragte das Marktforschungsunternehmen Penn Schoen Berland im Auftrag der Digitalagentur Wunderman im 4. Quartal 2017 insgesamt 250 Entscheider global agierender Marken. Mehr Informationen zu der Studie gibt es unter Thinkfutureready.com 


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