Werbemarkt im Januar

TV, Radio und OOH wachsen / Volkswagen steht weiter auf dem Gaspedal

Volkswagen investierte im Januar deutlich mehr in Werbung als im Vorjahr
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Volkswagen investierte im Januar deutlich mehr in Werbung als im Vorjahr
Der Werbemarkt kommt zu Beginn des Jahres 2018 nur langsam in Schwung: Im Januar investierten die Werbungtreibenden laut Nielsen 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr - insgesamt 2,21 Milliarden Euro brutto. Über dem Schnitt wachsen TV (4,5 Prozent), Out-of-Home (4,8 Prozent) und Radio (5,7 Prozent) - die Printgattungen müssen hingegen das inzwischen gewohnte Minus verkraften. Stärkster Kunde war im Januar Procter & Gamble, das dickste Plus kommt aber von Volkswagen.

Das waren die zehn größten Brutto-Spender im Januar 2018 (in Mio Euro)

Quelle: Quelle: Nielsen bereinigter Werbetrend, Datenstand 14.02.2018
Der Wolfsburger Autobauer, schon im Jahr 2017 einer der größten Neuinvestoren, gibt auch zu Jahresbeginn mächtig Gas und investierte 26,8 Millionen Euro brutto - satte 71 Prozent mehr als noch im Januar 2017. Mehr Geld steckten im ersten Monat des Jahres nur Ferrero (27,6 Millionen, plus 5,2 Prozent) und Branchenführer P&G (49,4 Millionen Euro, plus 11,9 Prozent) in Werbung. Den größten Neuinvest im Januar vermeldet Nielsen aber für Tipico: Der Sportwettenanbieter steigerte seine Spendings um 717 (!) Prozent auf 17,8 Millionen Euro brutto.

Die Brutto-Werbespendings im Januar 2018 nach Gattungen

GattungBrutto-Spendings in Mio EuroVergleich zum Vorjahr in Prozent
TV991,74,5
Zeitungen375,4-2,6
Publikumszeitschriften272,2-0,3
Internet177,4-8,1
Radio153,25,7
OOH139,84,8
Mobile55,854,0
Fachzeitschriften30,4-14,1
Kino11,9-27,7
Quelle: Nielsen bereinigter Werbetrend, Datenstand 14.02.2018
Im Gattungssplit zeigt sich TV als mit Abstand größter Kanal gestärkt - mit 991,7 Millionen Euro brutto verfehlt die Gattung nur knapp die Milliardenmarke. Auch Radio und OOH wachsen im mittleren einstelligen Bereich, die Gattung Mobile hingegen explodiert förmlich und legt um 54 Prozent zu - zugegeben auf geringem Niveau (2,5 Prozent Anteil am Gesamtwerbemarkt). Gewohntes Bild hingegen für die Printvermarkter: Während Tageszeitungen (-2,6 Prozent) und Fachzeitschriften (-14,1 Prozent) verlieren, zeigen sich die Publikumszeitschriften allerdings weitgehend stabil (-0,3 Prozent). fam


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