WM-Kampagne

Wie Otto den jungen Franz Beckenbauer inspirierte

Plötzlich finden sich die Lieferanten mit Schiebermütze, Tolle und Oberlippenbart wieder
© Otto
Plötzlich finden sich die Lieferanten mit Schiebermütze, Tolle und Oberlippenbart wieder
Der Countdown läuft: Am 14. Juni wird das erste Spiel der Fußball-WM 2018 angepfiffen. So langsam beginnen auch immer mehr Werbungtreibende damit, das sportliche Großereignis in ihren Kampagnen aufzugreifen. Das gilt auch für Unternehmen wie den Otto-Konmzern, der zwar nicht zu den offiziellen Sponsoren des Großereignisses gehört, aber mit Ambush-Aktionen versucht, auf den WM-Zug aufzuspringen. In dem von (Noch-)Stammbetreuer Jung von Matt kreierten WM-Auftritt trommelt der Handelskonzern für Samsung Smart-TVs und schickt seine Lieferanten auf Zeitreise.
Zunächst ahnen die Otto-Zusteller im Spot nichts von ihrer bevorstehenden Zeitreise. Doch plötzlich finden sie sich mit Schiebermütze, Oberlippenbart und Tolle wieder - denn ihre erste Lieferung führt sie ins Jahr 1954. Genau einen Tag, bevor dem eigentlichen Turnier-Außenseiter Deutschland das "Wunder von Bern" gelang. Dank den Otto-Lieferanten können die Fußball-Fans im Spot die Partie über einen Smart-TV verfolgen, an den im Jahre 1954 noch niemand dachte. Auch die Familien im Jahr 1974 und 1990 bekommen einen modernen Fernseher geliefert, der vor allem Väter und Söhne verzückt. Das Weltmeister-Jahr 2014 kommt im Dreiminüter nicht vor - dafür starten die Lieferanten schließlich eine Reise in die Zukunft.


Mit der Kampagne will sich Otto als Inspirator für spätere Fußball-Helden positionieren. Passend dazu bekommen die deutschen Fußball-Legenden Franz Beckenbauer, Jürgen Klinsmann und Lukas Podolski in dem Auftritt auch eigene Gastrollen - als Kinder. "Wo, wenn nicht vor einem Otto-Fernseher, haben spätere Weltmeister ihre Leidenschaft für Fußball entdeckt?", lautet die zugehörige Botschaft. Laut Unternehmensangaben stehen die Chancen gut, dass deutsche Fußball-Fans die WM über einen Fernseher von Otto verfolgen: Demnach stammt jeder dritte Fernseher, der in Deutschland online bestellt wird, von Otto.

Laut Angaben von Otto beteiligt sich Samsung finanziell an der Kampagne: Darum stehen die Smart-TVs des Herstellers im Fokus. Die Kreation des reinen Online-Auftritts stammt von Jung von Matt/Saga. Neben dem Samsung Smart-TV werden in drei weiteren, unterschiedlich langen Online-Filmen Lautsprecher von Sony, ein HP-Laptop sowie ein Samsung-Smartphone beworben. Außerdem kommen verschiedene Content-Formate für Social Media und Display Advertising sowie Programmatic Digital Out of Home zum Einsatz. Die Maßnahmen laufen ab dem 30. April und enden vor WM-Start am 9. Mai 2018. Die Produktion übernahm Markenfilm, Regie führte Oskar Bard.


Für Aufsehen sorgte Otto in letzter Zeit mit seinen Agenturbeziehungen. Im vielbeachteten Pitch verzichtete Noch-Leadagentur Jung von Matt nach Informationen von HORIZONT auf eine Teilnahme. Wer der Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt - als Favorit gilt Heimat. Außerdem setzte der Handelskonzern die Mediaagentur Wavemaker kurz nach der Etatvergabe wieder vor die Türbre
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