WM-Kampagne

Wie McDonald's ein Zeichen für Liebe und gegen Rassismus setzt

Nationalspieler Jerome Boateng hat in dem Spot das Schlusswort
McDonald's
Nationalspieler Jerome Boateng hat in dem Spot das Schlusswort
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Mit McDonald's startet ein weiterer Großsponsor in die Kommunikation zur Fußball-WM in Russland. Neben Sport und Produkt-Promotion geht es für das Unternehmen, das sowohl den DFB als auch die Fifa sponsert, darin vor allem um eines: Haltung. Im TV-Spot "Ja zu was wir lieben" sind deswegen nicht nur Fußballfans unterschiedlichster Herkunft zu sehen, sondern auch Nationalspieler Jerome Boateng. Und der hat für die Zuschauer eine unmissverständliche Botschaft.
"Anlässlich der diesjährigen WM zeigt McDonald’s bewusst Haltung und positioniert sich als Zuhause aller Fannationen", erklärt eine Unternehmenssprecherin. "Denn für McDonald’s Deutschland ist ein harmonisches Miteinander Selbstverständlichkeit. Als Unternehmen, in dem Mitarbeiter aus über 120 Nationen jeden Tag friedlich zusammenarbeiten, ist für vieles Platz – nur eben nicht für Rassismus." 
Jerome Boateng ist dafür sicher ein geeigneter Botschafter. Der 29-Jährige, seit dem vergangenen Jahr eigentlich Lifestyle-Testimonial für McDonald's, wurde aufgrund seiner Hautfarbe immer wieder Opfer rassistischer Anfeindungen. In Erinnerung geblieben ist dabei sicherlich die Bemerkung des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland kurz vor Beginn der Europameisterschaft 2016. "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben", hatte Gauland damals gesagt. Boateng selbst reagierte mit einem "müden Lächeln".

Der von Leo's Thjnk Tank kreierte Spot ist vom 4. Juni bis zum Finaltag am 15. Juli auf reichweitenstarken Sendern zu sehen. Produziert hat ihn Tempomedia, Regie führte Laurent Chanez. Um die Postproduktion kümmerte sich Arri Media.
„Als Unternehmen, in dem Mitarbeiter aus über 120 Nationen jeden Tag friedlich zusammenarbeiten, ist für vieles Platz – nur eben nicht für Rassismus.“
McDonald's-Sprecherin
Der Haltungs-Spot ist aber nur ein Teil in einem wahren Werbe- und Promotions-Feuerwerk, das McDonald's anlässlich der WM abbrennt. So setzt McDonald's die Vorrundengegner der deutschen Mannschaft Mexiko, Schweden und Südkorea mit eigenen Aktionsburgern kulinarisch in Szene. Besonders der "Schwedenhappen" dürfte dabei für Aufmerksamkeit sorgen, verzichtet er doch auf ein Brötchen und wird stattdessen von zwei panierten Fischfilets zusammengehalten.
Besonders der Schweden-Burger dürfte für Aufmerksamkeit sorgen
Besonders der Schweden-Burger dürfte für Aufmerksamkeit sorgen (© McDonald's)
Bestellbar sind die Sonder-Sandwiches zwischen dem 11. und dem 30. Juni allein in der McDonald's-App. In den Filialen erhält man sie regulär nicht. Der Preis beträgt jeweils 2,49 Euro. Das Angebot zu jedem Burger ist rund um das jeweilige Spiel auf sieben Tage limitiert. In den Restaurants bewirbt McDonald's die Aktionsburger mit eigenen Tablett-Sets.

Das gleiche Motiv begegnet den Kunden außerdem in dem Bonusbuch "Für alle Fans", in dem Coupons für WM-Aktionsprodukte wie den Deutschlandburger, Netzkartoffeln oder das Fan-Special mit zwei 11er Chicken McNuggets für 4,99 Euro enthalten sind. Aktionszeitraum hierfür ist ebenfalls vom 4. Juni bis zum 15. Juli. Außerdem gibt McDonald's ab dem 8. Juni zu jeder Lieferung mit dem Lieferservice McDelivery ein Cola-Glas in einer schwarz-rot-gold Sonderedition ausgegeben.
In den Restaurants bewirbt McDonald's die Sonderburger mit Tablett-Sets
In den Restaurants bewirbt McDonald's die Sonderburger mit Tablett-Sets (© McDonald's)
Mit der McDonald's Fußball-Eskorte kommt während des Turniers auch der Klassiker der Sponsoring-Aktivierung des Unternehmens zum Einsatz. ire

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