Auf der Facebook-Seite von Sixt sorgt derzeit ein Video für Diskussionen: In dem Film wirbt der Autovermieter für seine Angebote im Ausland. Dass dies vor allem mit viel nackter Haut geschieht, stößt vielen Nutzern sauer auf. Die meisten Vorwürfe entzünden sich jedoch an einer bestimmten Szene. Interessanterweise warb Sixt schon einmal mit fast dem gleichen Spot - vor 16 Jahren.
"Ist das euer Ernst,liebes Marketing-Team?", fragt eine Nutzerin auf der Facebook-Seite von Sixt - und steht damit stellvertretend für viele, vor allem weibliche Kommentatoren unter dem Video, welches das Unternehmen am Dienstag gepostet hatte. In dem Spot "enthüllt" Sixt, dass viele deutsche Urlauberinnen kein Geld für Kleidung mehr übrig haben, weil bereits zu viel für das Mietauto draufging. "Wer Urlaub liebt, fährt Sixt",
so die Botschaft.
Sixt Bikini
Dass der Spot praktisch nur aus Bildern von kaum verhüllten Frauenpos besteht, ist sicherlich diskutabel, aber grundsätzlich natürlich legitim. Bei der Szene in Sekunde zehn ist aus Sicht von vielen Nutzern aber eine Grenze überschritten: Dort sieht man nämlich eine korpulente Frau im Bikini - über das Bild wurde der Schriftzug "Pfui" gelegt, passend zur Stimme aus dem Off. "
Pfui ist diese 'Werbung'", schreibt eine Nutzerin unter dem Video. Eine andere Userin richtet sich direkt an den Firmenpatriarchen: "Herr Sixt, ich frage Sie persönlich: Wie würden Sie über die Werbung ihres Hauses denken, wenn man Ihre Tochter oder Ihre Frau derart darstellen würde?"