Temial

Konsumenten finden Vorwerks Tee-Innovation zu teuer

Der Temial soll 599 Euro kosten
© Vorwerk
Der Temial soll 599 Euro kosten
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Das ist mal eine Ansage: Vorwerks neuer Tee-Automat "Temial" soll zur Markteinführung stolze 599 Euro kosten. Die Hochpreispolitk, die bei der beliebten Küchenmaschine Thermomix bislang gut funktioniert hat, könnte bei der neuen Vorwerk-Innovation von der ersten Stunde zum Hemmschuh werden.
So zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Impact & Emotions für HORIZONT Online, dass selbst Menschen, die den Tee-Automaten grundsätzlich für eine gute Sache halten, ihn 91 Prozent zu teuer finden. Gerade einmal neun Prozent halten den Preis von fast 600 Euro für angemessen. Die Werte unterscheiden sich kaum von denen bei der Gesamtheit der 400 Befragten.

Ein tieferer Blick in die Ergebnisse zeigt: Die Preisakzeptanz geht bei der Zielgruppe derer, die das Produkt prinzipiell gut finden, immerhin eher in Richtung "teuer" als "viel zu teuer".
© Impact & Emotions
Die Umfrage lässt zudem Zweifel daran aufkommen, ob eine Innovation wie "Temial" überhaupt auf ein breites Interesse stoßen kann wie der Thermomix. So sagen zwar 43 Prozent, dass sie es für eine gute Idee halten, das Nespresso-Prinzip auf Tee zu übertragen - gleichzeitig können 37 Prozent dem aber nicht viel abgewinnen. Die Zielgruppe der Teetrinker ist offensichtlich kritischer und traditionsbewusster, als man glauben sollte.
© Impact & Emotions
Möglicherweise braucht Vorwerk mit seinem Vorstoß in das neue Segment auch nur einen langen Atem. Viel wird davon abhängen, wie das Unternehmen das neue Produkt in die Köpfe der Kunden bekommt und wie der Bestellprozess abläuft. Beim Thermomix setzt Vorwerk allein auf den Direktvertrieb, der Temial soll unter www.temial.vorwerk.de ab 1. Juni auch online bestellbar sein. ire



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