Syzygy-Studie

Zwei von drei Deutschen würden ihre Daten um keinen Preis verkaufen

Die Deutschen sind kritisch beim Umgang mit ihren Daten
© Fotolia / Tomasz Zajda
Die Deutschen sind kritisch beim Umgang mit ihren Daten
Das Thema Datenschutz ist aktuell in aller Munde. Doch wie sensibel sind Verbraucher eigentlich beim Umgang mit ihren persönlichen Daten? Die umfangreiche Berichterstattung über das Thema zeigt offensichtlich Wirkung: Die meisten Deutschen würden ihre persönlichen Daten nicht einmal gegen Geld herausrücken. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Syzygy hervor. 
So würden zwei Drittel aller Deutschen - befragt wurden Verbraucher in Deutschland, Großbritannien und den USA - ihre Daten nicht einmal an ihre Lieblingsmarke verkaufen. Die Verbraucher in den USA und Großbritannien nehmen das Thema Datenschutz insgesamt lockerer: In England würden nur 52 Prozent selbst gegen Geld keine Daten herausrücken, in den USA 55 Prozent. 


Noch kritischer stehen die deutschen Verbraucher Google gegenüber: Nur 16 Prozent der Deutschen würden dem Unternehmen für 20 Euro im Monat erlauben, ihre Online-Aktivitäten zu überwachen. In den USA wäre immerhin jeder Dritte dazu bereit, in Großbritannien sogar 39 Prozent. 

Dafür sind die Verbraucher in den angelsächsischen Ländern konsequenter, wenn sie beim Umgang mit ihren Daten ein schlechtes Gefühl haben: Mehr als jeder dritte Verbraucher in den USA und Großbritannien hat schon einmal einem Online-Händler oder -Service den Rücken gekehrt, wenn er das Gefühl hatte, dass seine Daten dort nicht sicher sind. In Deutschland hat sich deswegen nur jeder Vierte von einem Onlinedienst verabschiedet.


Auch mit personalisierten Inhalten lassen sich viele Verbraucher nicht ködern: Nur etwa jeder sechste Deutsche (17 Prozent) ist der Meinung, dass es sich lohnt, im Netz seine Anonymität aufzugeben, um personalisierte Inhalte angezeigt zu bekommen. Für die Digital Insight Survey hat Syzygy im Mai in Deutschland, Großbritannien und den USA jeweils 1000 Erwachsene befragt. dh
stats