Schräge ADAC-Kampagne

Warum Urlaub mit Mama und Papa so gar keine gute Idee ist

Der ADAC setzt seine schräge Werbeoffensive bei der jungen Zielgruppe fort
© ADAC
Der ADAC setzt seine schräge Werbeoffensive bei der jungen Zielgruppe fort
Im vergangenen Sommer überraschte der ADAC mit einer digitalen Imagekampagne für die junge Zielgruppe, die kommunikativ alles anders machte als bisherige Werbeauftritte des Automobilclubs. Jetzt geht die schräge Kampagne für die Reisesparte unter dem Motto "Don't Call Mom - Call ADAC" in die zweite Runde. Im Mittelpunkt steht einmal mehr die WhatsApp-Hotline, die der ADAC als innovatives Servicetool für seine Kunden zwischen 15 und 30 inszeniert.
Laut ADAC erzielte die Kampagne im Sommer 2017 mehr als 20 Millionen Kontakte, zudem wurden über 140.000 WhatsApp-Nachrichten an die beworbene Hotline verschickt. An diesen Erfolg will das Unternehmen auch in dieser Urlaubssaison anknüpfen und sich bei der jungen Zielgruppe wieder als Problemlöser im Urlaub ins Gespräch bringen. Dazu vertraut der ADAC gemeinsam mit der verantwortlichen Berliner Agentur RCKT erneut ganz auf die digitalen Kanäle Facebook, Instagram und Youtube, wo das Duo in den kommenden vier Wochen maßgeschneiderten und vor allem authentischen Content bereitstellt. Den Anfang macht ein 60-sekündiger Trailer mit dem Hashtag #DONTTRAVELWITHMOM, in der sich eine Teenagerin im Strandurlaub mit ihren nervigen Eltern herumschlagen muss und einigen genauso peinlichen wie für den Zuschauer witzigen Situationen ausgesetzt ist. Der Fremdschäm-Faktor: ziemlich hoch. Am Ende des Clips fragt der ADAC provokativ "Zeit, alleine zu verreisen?" und hält die Nummer des Messaging-Services bereit, über die die Zielgruppe ihre Reise beim ADAC planen kann.


"Wir haben bei der Kampagne vor allem auf Realness geachtet", sagt Enrico Hahne, Head of Creative Strategy bei RCKT. "Die Zielgruppe kann sehr genau unterscheiden was echt ist und was nicht. Deshalb erzählen wir echte Geschichten aus der Lebenswelt der Zielgruppe, die sich in den Formaten abspielen, in denen die Zielgruppe auch zuhause ist." 
Neben dem Trailer, den es auf der Microsite Dontcallmom.de zu sehen gibt, werden im Kampagnenzeitraum sieben Story-Clips auf Instagram sowie sechs Shortform-Videos ausgespielt. Die Story-Clips wurden laut ADAC und RCKT situativ und ohne detailliertes Skript direkt auf dem iPhone gedreht, um möglichst authentisch bei der Zielgruppe anzukommen. Produziert wurden die Videos von Czar Berlin. Regie bei den Videos führte Johannes Schröder, der beim ADC in diesem Jahr einen silbernen Nagel gewinnen konnte. tt
stats