Neue Schnäppchen-Kette

H&M will auch andere Marken-Klamotten verkaufen

H&M laufen die Kunden weg
© H&M
H&M laufen die Kunden weg
Für H&M lief es zuletzt alles andere als rund. Erst musste sich der schwedische Moderiese wegen eines umstrittenen Produktfotos im Onlineshop Rassismusvorwürfe anhören. Vor wenigen Tagen dann der nächste Dämpfer: Nach Kundenbeschwerden zog das Unternehmen die Reißleine und verbannte Kindersocken aus dem Sortiment, nur weil ein Aufdruck der arabischen Schreibweise für das Wort " Allah" ähnelte. Auch die Zahlen sind schlecht. Jetzt will H&M offenbar nach vorne schauen. Helfen soll dabei eine neue Schnäppchen-Marke.
Der neue Hoffnungsträger von H&M heißt Afound. H&M will die neue Marke, die zunächst in Schweden an den Start geht, als Paradies für Style-Fans und Schnäppchenjäger positionieren. Bemerkenswert: Neben Klamotten soll Afound in seinen Läden und im Internet auch Lifestyle-Produkte anbieten. Und zwar nicht nur von H&M und den Submarken der Kette, sondern auch von anderen Herstellern. Ziel sei es, eine breite Palette bekannter, populärer Marken für Frauen und Männer anzubieten, teilt H&M mit. Dazu sollen auch eine Reihe exklusiver und limitierter Produkte gehören, die H&M zu "attraktiven Preisen" anbieten wolle, heißt es. 


Afound startet zunächst in Schweden
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Afound startet zunächst in Schweden
Fredrik Svartling, Managing Director von Afound, sieht nach eigenen Angaben großes Potenzial für die Marke. Afound wolle den Konsumenten einen Mix aus individueller Style-Beratung, Qualitätsmarken und einem guten Preis-Leistungsverhältnis anbieten. Auf diese Weise entstehe ein neues Schnäppchen-Erlebnis. 

Dass H&M neue Vertriebslinien testet, ist kein Wunder, denn das Geschäft läuft aktuell nicht wirklich gut. Der Gewinn ging im vergangenen Jahr um fast 13 Prozent auf umgerechnet 1,66 Milliarden Euro zurück. Das hat Folgen: Das Unternehmen will im laufenden Jahr 170 Filialen schließen. Zudem soll die Produktpalette überarbeitet werden. mas
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