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Marke übersteht Note-7-Debakel nahezu unbeschadet

Das Galaxy Note S7
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Das Galaxy Note S7
Das Note-7-Debakel rund um explodierende Akkus sorgt bei Samsung für eine enorme finanzielle Belastung. Die Marke scheint aber nicht nachhaltig beschädigt worden zu sein.
Das Fiasko rund um das Galaxy Note 7 könnte Samsung rund 15 Milliarden US-Dollar kosten. Nach einem Verkaufsstopp und einer weltweiten Rückrufaktion hat der südkoreanische Konzern die Produktion des Note 7 eingestellt. Jetzt geht es noch um eine möglichst umweltfreundliche Entsorgung der Millionen schon produzierten Smartphones. Die Marke Samsung hat unter dem Note-7-Debakel aber offenbar nicht gelitten, wie eine Umfrage von Reuters/Ipsos in den USA ergeben hat.


Demnach sind Nutzer von Samsung-Smartphones ähnlich loyal wie iPhone-Nutzer. Und Leute, die von dem Note-7-Fiasko gehört hatten, waren laut der Umfrage genauso interessiert an den anderen Smartphones des Konzerns wie jene, die nichts von den Akku-Problemen mitbekommen hatten. Immerhin 27 Prozent aller Befragten, die von den Problemen wussten, würden bei der Suche nach einem neuen Smartphone zuerst eines von Samsung in Betracht ziehen.

Die Markentreue in Zahlen: Bei den Samsung-Nutzern würden der Umfrage zufolge 91 Prozent wahrscheinlich wieder ein Samsung-Smartphone kaufen, 92 Prozent könnten sich den Kauf eines anderen Samsung-Produkts vorstellen. Allerdings, so räumt Jan Dawson of Jackdaw Research ein, seien vor allem sogenannte Early Adopter gefragt worden, nicht die breite Kundenbasis. Daher seien nur wenige negative Nutzererfahrungen zu verzeichnen gewesen. Samsung hat bisher lediglich preisgegeben, dass seine Kunden in der Mehrzahl der Fälle ein anderes Samsung-Modell im Austausch für das Note 7 akzeptiert hätten – ohne genaue Zahlen zu nennen. Bisher sollen knapp 85 Prozent der zurückgerufenen Note-7-Geräte umgetauscht oder ersetzt worden sein. Bei der Reuters-/Ipsos-Umfrage wurden im Zeitraum zwischen dem 26. Oktober und dem 9. November in den USA 2.375 Besitzer von Samsung-Smartphones und 3.158 iPhone-Nutzer befragt.


Dieser Beitrag erschien zuerst bei t3n.de
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