Rorsted, Spohr, Weimer

Diese CEOs kommen in deutschen Leitmedien am besten an

Adidas-Chef Kasper Rorsted
Adidas
Adidas-Chef Kasper Rorsted
Wenn es einen CEO eines deutschen DAX-Konzerns gibt, der in den Medien derzeit einen Lauf hat, dann ist es Kasper Rorsted. Im aktuellen Image-Ranking von Unicepta, für das der Media-Monitoring-Dienstleister eine Vielzahl journalistischer Beiträge ausgewertet hat, belegt der Vorstandschef von Adidas den ersten Platz.

Insgesamt 8.200 Medienberichte aus dem Zeitraum Januar bis März 2018 hat Unicepta für sein CEO-Ranking ausgewertet. Neben der medialen Präsenz der DAX-Konzerne und ihrer CEOs wurde auch die Tonalität der Beiträge unter die Lupe genommen, die in deutschen Leitmedien sowie der "New York Times", dem "Wall Street Journal" und dem "Economist" erschienen sind. Das Ergebnis ist eindeutig: Mit einem Tonalitäts-Indexwert von 0,19 Punkten - die Skala reicht hier von minus 1 (sehr schlechtes Image) bis plus 1 (Bestnote) - hat Kasper Rorsted von allen CEOs das beste Medienimage.


Die CEOs mit dem besten Medienimage

Quelle: Unicepta
Der frühere Henkel-Chef Rorsted, der im Oktober 2016 den Chefposten bei Adidas übernahm, ist schon länger der Liebling der Leitmedien. Schon im Unicepta Jahresranking 2017 hatte der dänische Manager die Liste angeführt. In diesem Frühjahr überzeugte der Adidas-CEO die Journalisten vor allem mit starken Ergebnissen: Das anhaltende Wachstum bei Umsatz und Gewinn, gekoppelt mit der Erhöhung der operativen Marge im vergangenen Jahr, seien verantwortlich dafür, dass sich das Medienimage des CEO weiterhin positiv entwickelt habe, schreiben die Unicepta-Macher in einer Analyse. 

Diese Medien wurden ausgewertet
Bild, Bild am Sonntag, Börsen- Zeitung, Capital, Die Welt, FAS, Financial Times, Focus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Handelsblatt, International New York Times, Manager Magazin, Neue Zürcher Zeitung, Spiegel, Stern, Süddeutsche Zeitung, The Economist, Wall Street Journal Europe, Welt, Welt am Sonntag, Wirtschaftswoche, Zeit
Steil nach oben ging es im Image-Ranking für Carsten Spohr. Der Lufthansa-Chef, der im Jahresranking für 2017 noch den 5. Rang belegte, macht drei Plätze gut und landet mit einem Tonalitäts-Indexwert von 0,17 Punkten auf Rang 2. Grund für den Aufstieg dürfte die rundum gute Verfassung der Lufthansa sein. So ist der Aktienkurs zuletzt gestiegen. Zudem hat das Unternehmen ein Rekordergebnis eingefahren und die Streiks der Piloten beendet.

Theodor Weimer, seit Anfang Januar Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse, steigt bei seinem Debut im Ranking auf dem dritten Platz ein. Dass der Manager, der zuvor die Unicredit Bank führte, derart gut ankommt, dürfte daran liegen, dass ihm die Medien großen Ehrgeiz attestieren. Laut Unicepta kommt auch gut an, dass sich Weimer keine lange Eingewöhnungsphase gegönnt habe, sondern den Konzern bereits nach seinen Vorstellungen umforme. Zudem habe der neue CEO viel Anerkennung für die Art der Amtsübernahm erhalten.

Auf den Plätzen vier und fünf folgen Elmar Degenhart (Continental) und Bill McDermott (SAP). Degenhart profitiert von "einem der spektakulärsten Turnarounds der deutschen Unternehmensgeschichte", die Continental angesichts der positiven Umsatz- und Gewinnsteigerungen hingelegt habe. Bill McDermott erntete vor allem mit der Ankündigung, den Börsenwert von SAP verdreifachen zu wollen, Anerkennung. 

Bergauf geht es auch für den Rorsted-Nachfolger bei Henkel. Hans Van Bylen verbessert sich vom 9. auf den 6. Rang und verdrängt Vonovia-CEO Rolf Buch, der vom 4. auf den 7. Platz abrutscht. Telekom-Chef Tim Höttges verschlechtert sich vom 6. auf den 8. Rang, gefolgt von Infinion-Boss Reinhard Ploss und Allianz-Chef Oliver Bäte. mas



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