Rache homosexueller Grafikdesigner?

Internet spottet über Trump-Logo

Dieses Trump-Logo lud die Internetgemeinde zum Spotten ein
© recode
Dieses Trump-Logo lud die Internetgemeinde zum Spotten ein
Donald Trump: Mit seinen Äußerungen regt er auf, sein Äußeres lädt schon mal zum Spotten ein. Jetzt hat der US-Präsidentschaftskandidat das Netz mit einem neuen Trump-Logo zum Lachen gebracht.
Airbnb weiß, wie es ist, wenn man sich mit einem Logo in die Nesseln setzt. Vor ziemlich genau zwei Jahren wurde das neue Logo in den sozialen Netzwerken erst kritisiert, dann belächelt und schließlich mit Verballhornungen bedacht. Die Neuschöpfungen reichten von Tierabbildungen bis hin zu männlichen und weiblichen Geschlechtsteilen. Ein ähnlicher Kübel voller verbaler Häme und Spott wurde jetzt über dem republikanischen Präsidentschaftskandidat Donald Trump ausgeschüttet. Der Grund ist das neudesignte Logo, mit dem Trump für sich und seinen Vize Mike Pence werben wollte.


Das Logo zeigt die Anfangsbuchstaben der Politiker, das "T" durchdringt das "P", auf einer stilisierten USA-Flagge. Die Buchstaben ersetzen dabei die Sterne in der linken oberen Ecke. Vor allem die Kombination der beiden Buchstaben sorgte bald für spöttische Kommentare in den sozialen Netzwerken wie Twitter. Einige bissige Kommentatoren sahen darin eine sexuelle Anspielung oder sogar die Rache homosexueller Grafikdesigner. Ob das Logo wirklich ernstgemeint sei, fragte sogar eine republikanische Politikberaterin via Twitter.
Die ineinander verschlungenen Buchstaben könnten den Verantwortlichen als eine visuelle Darstellung zweier Menschen verkauft worden sein, die Hand in Hand arbeiteten, erklärt der Designer Ethan Imboden gegenüber Recode . Die Idee könnte es gewesen sein, in der Form eines Monogramms die Partnerschaft zwischen Trump und Pence zu illustrieren, so Imboden. Die Reaktionen im Netz dürften den Managern der Trump-Kampagne dann aber doch zu viel gewesen sein. Die US-Flagge mit den Buchstaben soll mittlerweile sang- und klanglos aus dem Logo-Design entfernt worden sein.

Dieser Artikel erschien zuerst bei t3n

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