"Nah endlich"

So wirbt Easyjet für seine neuen Berlin-Verbindungen

Easyjet sagt "Hallo Tegel"
© Easyjet
Easyjet sagt "Hallo Tegel"
Themenseiten zu diesem Artikel:
Nach dem Aus von Air Berlin greift nun Easyjet die Lufthansa auf innerdeutschen Strecken an: Die britische Billig-Airline will zwischen 5. Januar und 24. März 2018 von Berlin-Tegel aus Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München anfliegen. Um die neuen Verbindungen bekannt zu machen, erhöht Easyjet den Werbedruck.
So wirbt die Airline aktuell mit Print-Anzeigen in den Berliner Tageszeitungen Tagesspiegel, Berliner Morgenpost und Berliner Zeitung sowie mit Radiospots und Social-Media-Posts für seine innerdeutschen Strecken. "Nah endlich" heißt es auf einem der Motive. Für die Kampagne ist Dojo zuständig. Die Berliner sind seit diesem Frühjahr Leadagentur von Easyjet für den deutschen Markt.

"Hallo Tegel": Easyjet bewirbt neue Berlin-Verbindung


Bislang bot Easyjet vom zweiten Berliner Flughafen Schönefeld 51 Verbindungen an. Zum Sommerflugplan ab Ende März sollen weitere Ziele von Berlin-Tegel aus angeflogen werden, kündigte Easyjet nun an. Außerdem wird die Airline auch 15 Verbindungen ins Ausland anbieten, etwa nach Wien, Zürich, Mallorca und Catania. Vorher gilt es allerdings noch eine regulatorische Hürde zu nehmen: Die EU-Kartellbehörde muss noch der Übernahme von 25 Jets der insolventen Air Berlin durch Easyjet samt ihrer Start- und Landerechte für Tegel zustimmen - was jedoch als relativ sicher gilt. Stichtag hierfür ist der 12. Dezember.


"Easyjet ist stolz, mehr Wettbewerb und niedrigere Preise für Passagiere in Deutschland anzubieten, wo es derzeit nur eingeschränkte Wahlmöglichkeiten gibt", sagt Thomas Haagensen, Managing Director Easyjet Europe. Besonders Geschäftsreisende würden von den neuen Optionen profitieren.
Die neue Konkurrenzsituation könnte sich auf die Ticketpreise für innerdeutsche Flüge auswirken. Bei Easyjet sind innerdeutsche One-Way-Tickets Unternehmensangaben zufolge ab 42 Euro zu haben - was in etwa dem Niveau der niedrigsten Buchungsklasse bei der Lufthansa entspricht. Nach dem Wegfall der Air-Berlin-Verbindungen waren die Preise bei der Lufthansa auf einigen Strecken im zweistelligen Prozentbereich gewachsen - was schließlich sogar das Bundeskartellamt und auch die EU auf den Plan rief. Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister hatte jedoch versichert, dass sich "für 95 Prozent der Passagiere beim Preis nichts geändert" habe. ire

stats