Mobile Advertising Facebook und Google bleiben für Apps die wichtigsten Werbeplattformen

Donnerstag, 22. Februar 2018
Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf der F8
Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf der F8
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App-Betreiber, die möglichst viele Downloads erzielen möchten, sollten auf Facebook-Marketing setzen. Zu diesem Ergebnis kommt die sechste Auflage des Performance Index von Appsflyer, die nun pünktlich zum Start des Mobile World Congress am Montag veröffentlich wurde. Platz 2 sichert sich demnach Google. Die beiden Plattformen hatten bereits bei der vorherigen Auswertung die Spitzenpositionen inne.

Auch in diesem Jahr sind Facebook und Google das Non-Plus-Ultra wenn es um App-Marketing geht. Der Auswertung von Appsflyer zufolge entscheiden sich 75 Prozent aller Apps für Facebook als Werbeplattform, dicht gefolgt von Google, auf das 45 Prozent der Apps setzen. Und das nicht ohne Grund, immerhin würden die beiden Plattformen in allen Kategorien die besten Performancewerte einfahren. Ein Lichtblick für die Konkurrenz: Der Anteil von Facebook und Google bleibt relativ stabil.

Für die sechste Auflage des Performance Index untersuchte Appsflyer, das sich selbst als führende Plattform für die Attribution mobiler Werbung und Marketing-Analytics beschreibt, die Performance führender Werbenetzwerke im zweiten Halbjahr 2017 in acht Regionen weltweit. Die Auswertung gilt als wichtiger Indikator dafür, wie aktuelle Entwicklungen von der Branche angenommen werden. Beispielsweise stellte Google im Herbst 2017 komplett auf sogenannte Universal App Campaigns, Apples führte zuvor Search Ads ein.

Methodik

Für die Erstellung des Performance Index analysierte Appsflyer App-Downloads und Nutzungssessions und verglich die Performance der führenden Werbenetzwerke im Zeitraum von Juli bis Dezember 2017 in acht Regionen weltweit. In den sogenannten ROI-Index flossen Daten aus über 3.000 Apps, über 150 Millionen Downloads und einem Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar ein. Der Retargeting-Index basiert auf 80 Millionen Retargeting Conversions und Umsätzen von über 400 Millionen US-Dollar von über 1.000 Apps. Die Daten wurden um betrügerischen Traffic bereinigt.
Seit der Einführung im Sommer 2016 spielt Apple mit den Search Ads, in denen Advertiser im App Store für ihre Apps trommeln können, in der obersten Liga mit und hat seitdem seinen Anteil an allen App-Installationen nochmals verfünffacht, so Appsflyer. Das sei allerdings keine allzu große Überraschung, da bei der Suche bereits eine konkrete Download-Intention vorliegt und organische Downloads seit der Einführung zurückgegangen sind. Apple liegt damit unverändert auf Platz 3 im Ranking.

"Seit unserer ersten Ausgabe des Performance Index hat die Branche einen großen Entwicklungsschub genommen: Die Riesen unter den Werbenetzwerken überzeugen mit geschickten Schachzügen zur Vermarktung ihrer Werbeplätze und sichern sich damit große Anteile der Marketingbudgets. Doch es bleibt auch Raum für Spezialisten", so Ben Jeger, Managing Director Dach & Nordics bei Appsflyer.
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Ein Wermutstopfen für die Branche: Fraud bleibt ein Problem für App-Vermarkter. Im Vergleich zur vorangegangen Ausgabe des Performance Index vom Herbst 2017 ist der Anteil von betrügerischen Installationen um weitere fünf Prozent angestiegen. 45 Prozent der Werbenetzwerke hatten eine höhere Fraud-Rate als im Vorjahr, bei 8 Prozent blieb sie auf gleichem Niveau, bei 47 Prozent ist sie gesunken.

Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werdenron

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