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Vertriebschef Källenius rückt in Daimler-Vorstand auf

Ola Källenius steigt bei der Daimler AG auf
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Ola Källenius steigt bei der Daimler AG auf
Daimler treibt einen Generationswechsel im Vorstand voran: Der Vertriebschef der wichtigen Pkw-Sparte, Ola Källenius, rückt ins das Top-Management des Dax-Konzerns auf. Das teilte der Autobauer am Donnerstag in Stuttgart mit. Demnach soll der 45-Jährige ab dem 1. Januar 2015 dem Vorstand angehören. Er ist bis Ende 2017 bestellt. Über die Personalie war bereits spekuliert worden.
Damit wächst Daimlers oberste Führungsriege wieder auf acht Köpfe an. Nach dem überraschenden Abgang des damaligen Produktionsvorstands Andreas Renschler war ein Platz unbesetzt geblieben.

Der Schwede Källenius leitet seit gut einem Jahr den Vertrieb von Daimlers Pkw-Sparte. Er hatte das Amt damals von Joachim Schmidt übernommen, der in Rente gegangen war. Zuvor hatte Källenius an der Spitze der Mercedes-Tuningtochter AMG gestanden. Mit dem Aufstieg des Schweden bereiten die Schwaben auch einen Generationswechsel im Vorstand vor. "Mit Ola Källenius stellen wir uns jünger und internationaler auf", erklärte Aufsichtsratschef Manfred Bischoff. "Beides sind Eigenschaften, die wir auch bei unseren Kunden sehen."

Ola Källenius, Vertriebs- und Marketingchef Mercedes-Benz Cars (Foto: Mercedes-Benz)
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Berlin vor zwei Wochen. Das Tempodrom steht ganz im Zeichen der Weltpremiere des neuen Smarts. Ausstellungen, Beachvolleyball und urbane Lebensfeude, auf der Terasse wummert leise Lounge-Musik. Hier spricht HORIZONT exklusiv mit Ola Källenius, Mitglied des Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars und zuständig für Vertrieb und Marketing. Källenius wirkt entspannt. Mercedes-Benz steuert auf ein Rekordjahr zu, die Nationalmannschaft ist gerade Fußball-Weltmeistert geworden, der Markt nimmt die neuen Modelle an. Es läuft derzeit rund bei der wichtigsten Daimler-Marke. Das Interview in Auszügen

Das Magazin "Bilanz" hatte Källenius zuvor bereits als Kandidat für die Nachfolge von Daimler-Chef Dieter Zetsche gehandelt. Dessen Vertrag läuft noch bis Ende 2016 und könnte dem Blatt zufolge Ende nächsten Jahres bis 2019 verlängert werden. dpa

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