Löwenstark-Umfrage

Suchmaschinen-Marketing könnte zum 5-Milliarden-Markt werden

Suchmaschinen-Marketing bei Google erfolgt über Adwords
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Suchmaschinen-Marketing bei Google erfolgt über Adwords
Gute Nachrichten für Google: Laut einer Umfrage der Online-Marketing-Agentur Löwenstark, die hierzulande zu den zertifizierten Google-Partnern gehört, könnten die Ausgaben für Suchmaschinen-Marketing hierzulande auf bis zu 5 Milliarden Euro steigen. Damit würden die Ausgaben für den Bereich mehr als doppelt so hoch ausfallen wie für alle anderen Online-Werbeformen.
Vor wenigen Tagen hatte der Onlinevermarkterkreis im BVDW (OVK) seine Werbemarktanalyse für das Jahr 2017 präsentiert. Demzufolge beläuft sich das Netto-Umsatzvolumen des Digitalmarktes auf knapp 2 Milliarden Euro, was einem Plus von acht Prozent entspricht. Suchwortvermarktung beinhalten diese diese Zahlen traditionell allerdings nicht - Weltmarktführer Google weist seine Zahlen für einzelne Märkte nämlich nicht aus.


Insofern sind die Umfrageergebnisse von Löwenstark interessant, bieten sie doch einen Anhaltspunkt dafür, wieviel Google hierzulande verdient. Demnach gehen 51 Prozent der 8000 befragten Marketing-Experten davon aus, dass die Ausgaben für Suchwortvermarktung und Search Engine Optimization (SEO) in diesem Jahr 4,5 Milliarden Euro betragen werden. Ein Viertel rechnet sogar mit Spendings in Höhe von 5 Milliarden Euro.

Erst im vergangenen Jahr hatte die Organisation der Mediaagenturen (OMG) eine eigene Schätzung der Werbeumsätze von Google und Facebook in Deutschland veröffentlicht. Dabei kam heraus, dass der Nettoumsatz von Google hierzulande insgesamt etwa 4 Milliarden Euro beträgt. Davon sollen etwas mehr als 3 Milliarden auf Einnahmen aus der Suchwortvermarktung entfallen. Heißt: Entweder hat die OMG Googles Umsatz unterschätzt, die Löwenstark-Zahlen sind deutlich zu hoch - oder Google legt im Jahresvergleich einfach nur kräftig zu. Für Löwenstark-Geschäftsführer Marian Wurm hängt das hohe Search-Volumen mit der Verbreitung von Werbeblockern zusammen: "Die Optimierung von Suchergebnissen hat einen entscheidenden Vorteil: Die steigende Anzahl von Adblockern auf Smartphones und Tablets kann die Suchergebnisse nicht ändern." Laut BVDW ist die Adblocker-Rate im mobilen Bereich allerdings gar nicht so hoch. Einem jüngst veröffentlichten Report zufolge bewegt sie sich im niedrigen einstelligen Bereich.


Für Search ist das Ende der Fahnenstange der Löwenstark-Umfrage zufolge noch lange nicht erreicht: Ein Fünftel der Befragten geht davon aus, dass die Spendings in diesem Bereich bis 2020 noch einmal um zehn Prozent zulegen. 17 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen gar von einer Steigerung zwischen 15 und 20 Prozent aus. 16 Prozent erwarten sogar eine Steigerung um mehr als 20 Prozent. ire
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