"Lieber Dirk"

So springt Parship auf die Postbank-Kampagne auf

In seiner neuen Kampagne hat Parship Neuigkeiten für Postbank-Kunden Dirk
© Parship
In seiner neuen Kampagne hat Parship Neuigkeiten für Postbank-Kunden Dirk
Er heißt Dirk und seine Baggertechnik liefert die Story für die aktuelle Postbank-Kampagne. Jetzt will Parship dem talentlosen Casanova helfen. Mit einem inhouse entwickelten TV-Spot bietet die Partnerbörse dem frischgebackenen Traumhaus-Besitzer aus der Postbank-Kampagne Hilfe bei der Suche nach der Traumfrau an. Spannend wird dieses Co-Marketing allerdings erst durch die kreative Mediastrategie.

Das Prinzip ist nicht gerade neu. Wenn eine Marke bei einer anderen ein spannendes Thema für die eigene Kommunikation entdeckt, nimmt sie in ihren digitalen Kanälen Stellung dazu und hofft, dass die zitierte Marke darauf reagiert. Speziell Burger King hat diesen Ansatz immer wieder genutzt, um sich über Erzrivalen McDonald’s lustig zu machen. Auch Parship hat mit dieser Praxis schon seine Erfahrungen gesammelt, sagt CMO Herbert Murschenhofer: "In der Vergangenheit fungierten unsere ,11 Minuten‘ als Vorbild für kreative Werbeaktivitäten anderer Marken. Mit unserem 'Postbank-Huckepack-Spot' haben wir erstmalig den Spieß umgedreht und mit unserer Werbung auf eine andere Kampagne Bezug genommen."


Die Idee der Kampagne ist so einfach wie effektiv: In der aktuellen Postbank-Werbekampagne (Kreation: BBDO Düsseldorf) hat Protagonist Dirk zwar dank Baufinanzierung sein Traumhaus, sucht aber noch nach der passenden Traumfrau für das gemeinsame Leben in seinem neuen Wohnsitz. Alle Bagger-Versuche an der Bar scheitern allerdings kläglich. Hier bietet die Online-Partnervermittlung mit zwei inhouse produzierten TV-Spots den eigenen Service als Lösung, um Dirks erfolglose Partnersuche zu beenden. Dabei platziert Parship seine Spots in den Werbeinseln direkt im Anschluss zur Postbank-Kampagne. Online soll die Kampagne unter dem Hashtag #machswiedirk ein Eigenleben entwickeln.

Von dem Co-Marketing profitiert auch die Postbank

Der Anstoß zu dieser kreativen Kopplung der Mediastrategien kam von Parships Mediaagentur Pilot, sagt Murschenhofer: "Wir fanden den Ansatz sehr charmant, inhaltlich perfekt passend zu Parship und stießen glücklicherweise auch auf eine sehr offene und kooperative Marketing-Abteilung bei der Postbank. Denn ohne eine Abstimmung der Platzierungen mit der Postbank wäre die Kampagne nicht möglich gewesen." Der Charme der Kooperation für die Postbank: Die Parship-Spots arbeiten defacto als Reminder für die Postbank-Kampagne, ohne dass der Finanzdienstleister für die Platzierung zahlen müsste. Parship schaltet die Voice-Over-Spots insgesamt elfmal vom 12. Mai bis zum 20. Mai auf Pro Sieben, Kabel 1 und Sat 1.

Auch wenn der Anstoß für den Auftritt von der Agentur kam, wäre die Umsetzung einer derartig kurzfristig aufgesetzten Kampagne ohne einen Ausbau der Marketingabteilung nicht möglich gewesen. Murschenhofer: "Wir erweitern seit Jahren kontinuierlich unsere Inhouse-Kompetenzen und sind mittlerweile so gut aufgestellt, dass wir die Produktion der Spots kurzfristig eigenständig stemmen konnten.“ Geht es nach dem Parship-CMO, wird dieser Co-Marketing-Auftritt kein Einzelfall bleiben. Allerdings müsse die Zusammenarbeit mit der Postbank jetzt erst einmal beweisen, dass derartige taktische Kampagnen den Nerv des Publikums treffen: "Jetzt sind wir erst einmal gespannt auf die Resonanz zu den beiden Spots. Bei Erfolg würden wir durchaus über eine Wiederholung nachdenken – wenn es denn passt." cam


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