KDME vs. Koelnmesse

Dmexco-Streit geht im August in die nächste Runde

Christian Muche und Frank Schneider
© dmexco
Christian Muche und Frank Schneider
Der Rechtsstreit zwischen der Koelnmesse und den im vergangenen Jahr entlassenen ehemaligen Dmexco-Machern Frank Schneider und Christian Muche geht in die nächste Runde. Das Landgericht Köln hat für den 8. August einen Verhandlungstermin zwischen beiden Parteien anberaumt. Gegenstand der Verhandlung wird die Klage von Schneiders und Muches Event-Firma KDME gegen die Koelnmesse sein.

Die beiden Manager hatten ihren einstigen Business-Partner zu Beginn des Jahres verklagt, nachdem das Landgericht Köln eine gegen Schneider und Muche verhängte einstweilige Verfügung kassiert hatte. Diese hatte ihnen die Organisation von Konkurrenzveranstaltungen zur Dmexco bis September 2018 untersagt. Hintergrund: Die Koelnmesse wirft KDME vor, mit der Organisation der Schweizer Messe D-Pulse einen Verstoß gegen das vertraglich vereinbarte Wettbewerbsverbot begangen zu haben.



Mit ihrer Klage wollen Schneider und Muche gegen die aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Kündigung vorgehen und außerdem Schadenersatz erwirken. Dabei geht es um Beraterhonorare für die Monate November 2017 bis Januar 2018. Nach Informationen von HORIZONT beläuft sich der zur Disposition stehende Betrag auf rund 107.000 Euro. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist noch nicht abzusehen. Die Koelnmesse hält die Klage für unbegründet, "weil der Beratervertrag wegen der fristlosen Kündigung der Koelnmesse aus dem November 2017 beendet ist", so Christoph Werner, Senior Vice President der Koelnmesse.

Schneider und Muche hatten bislang betont, an einer Einigung mit der Koelnmesse interessiert zu sein. Noch im Januar hatten sich die Manager zuversichtlich gezeigt, "dass unserer Klage zeitnah entsprochen wird, damit wir noch Möglichkeiten haben, unsere Dienstleistungen zur Dmexco 2018 anzubieten". Die Messe findet am 12. und 13. September statt. Es ist also äußerst fraglich, ob KDME selbst bei einer Einigung mit der Koelnmesse noch die Zeit haben wird, für die Dmexco tätig zu werden. Update: Die Koelnmesse hat bereits ausgeschlossen, dass es zu einer weiteren Zusammenarbeit kommt. ire


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