IAA

Smart wird zur E-Marke

Den Smart gibt es bald nur noch elektrisch
© daimler
Den Smart gibt es bald nur noch elektrisch
Zwei Weltpremieren, ein Weltmeister und der Umbau von Smart zur reinen Elektromarke. Gestern abend setzte Mercedes-Benz die ersten Duftmarken bei der diesjährigen IAA.
Etwas war anders gestern Abend in der Messehalle in Frankfurt bei der traditionellen Media Night von Mercedes-Benz. Und das lag nicht nur daran, dass sich die Bühne diesmal an der Rückseite der Halle befand. Vielmehr zeigte sich einmal mehr, dass Mercedes eine Marke ist, die sich mitten in einem Veränderungsprozess befindet. Es geht nicht mehr nur darum, Autos herzustellen, sondern Mobilität zu gestalten.


Mercedes-Benz & Smart: Bilder von der IAA Media Night at the IAA


Gleich zu Beginn des Events machte Daimler-CEO Dieter Zetsche auf die Me Convention aufmerksam, die am kommenden Freitag startet und mitten auf der Automesse zu einer Plattform des Austausches, der Impulse und des neuen Denkens werden soll. Aber auch die beiden Weltpremieren zeugen davon. Auf der einen Seite der Hypercar Mercedes-AMG Project One. Ein 1000 PS starker Hybrid-Sportwagen, von Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton persönlich auf die Bühne gefahren. Auf der anderen Seite die Studie Smart Vision EQ Fortwo, das erste Fahrzeug, das komplett die CASE-Strategie des Unternehmens umsetzt. Vernetzt, autonom, das man nicht besitzt, sondern teilt und zudem voll elektrisch durch die Stadt fährt. Viel größer kann die Spreizung auf einer IAA-Bühne nicht mehr sein. "Mobilität wird noch facettenreicher", erklärte Zetsche.

Er kündigte an, dass der Konzern bis 2022 das komplette Mercedes-Portfolio elektrifiziert. "Wir bieten unseren Kunden in jeder Baureihe mindestens eine elektrifizierte Variante an." Noch stärker ist der Schnitt bei Smart. Bis 2020 soll es in Europa und Nordamerika nur noch Elektro-Smarts geben. Der Rest der Welt folgt danach. Insgesamt steckt der Konzern in den nächsten Jahren zehn Milliarden Euro in den Ausbau der E-Flotte.


Und noch eines machte Zetsche klar. Auf den Diesel kann und will das Unternehmen nicht verzichten, Verbote würden zu kurz springen. "Zumal ein Verbot heute ein klimapolitisches Eigentor wäre. Schließlich ist jedes Elektroauto letztlich nur so nachhaltig, wie der Strom, den es tankt." mir
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