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So lästert Astra über den Abstieg des Bundesliga-Dinos

Astra stichelt gegen den HSV
© facebook.com/AstraBier
Astra stichelt gegen den HSV
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Nach seinem ersten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga ergießt sich über den Hamburger Sportverein kübelweise Häme. Besonders groß ist die Schadenfreude einem Sponsor der Ortskonkurrenz.
Astra Bier, landesweit bekannt für humorvolle Werbemotive, reagierte noch am Samstag auf den HSV-Abstieg mit einem Facebook-Post. Darin heißt es: "Quizfrage an alle HSV-Fans: Was Holsten dir für ein Bier, wenn ihr zum Auswärtsspiel ins Millerntor kommt?" Dafür gab es bislang fast 20.000 Likes und weit mehr als 2000 Shares.


Dazu muss man folgende Dinge wissen. Erstens: Astra, das zur Holsten-Brauerei gehört (deren Besitzer wiederum die Carlsberg-Gruppe ist), sponsert den Zweitligisten FC St. Pauli, dessen Fans dem HSV in innigster Abneigung verbunden sind. Zweitens: Bis 2015 belieferte die Astra-Mutter Holsten auch noch den HSV, ehe König Pilsener (Bitburger Gruppe) übernahm und die über 75-jährige Zusammenarbeit von Holsten und dem HSV beendete.

Drittens: Obwohl Holsten nicht mehr zu den offiziellen HSV-Partnern gehört, fühlt sich die Marke dem Verein immer noch eng verbunden. So platzierte die Brauerei vor wenigen Wochen in der Nähe der HSV-Arena ein Motiv, auf dem es heißt: "Liebe kennt keine Liga. Für Holsten gibt es nur einen Verein." Das Astra-Motiv thematisiert für die HSV-Fans insofern auch eine Gewissensfrage.


Astra kann sich den hämischen Post auch deswegen leisten, weil der FC St. Pauli am letzten Bundesliga-Wochenende bereits selbst vor dem Abstieg gerettet war. Allerdings hatte der Kiezclub den Klassenverbleib erst in der Vorwoche klar gemacht.

Der von Astras Social-Media-Agentur TLGG konzipierte Post zeigt auch, worauf sich Hamburgs Fußballszene einstellen darf. Wenn der HSV und St. Pauli in der kommenden Saison ihr brisantes Lokalderby ausrichten, dürfte es auch in den sozialen Netzwerken hoch her gehen - wobei Astra sicher wieder  mit von der Partie ist. Allerdings darf die Kultbier-Marke, die von der Werbeagentur Philipp und Keuntje betreut wird, in kreativer Hinsicht dann ruhig noch einen drauf setzen.

Bei TLGG betont man derweil, dass von Lästern keine Rede sein könne: "Pure Vorfreude ist das", versichert die Agentur gegenüber HORIZONT Online. ire
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