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Microsoft-Managerin Lena Rogl über den Nutzen von Corporate Influencern

Lena Rogl ist Head of Digital Channels bei Microsoft in München
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Lena Rogl ist Head of Digital Channels bei Microsoft in München
Das Thema Corporate Influencer bewegt seit geraumer Zeit die Marketingbranche. Mitarbeiter sollen ihrem Unternehmen verstärkt ein Gesicht verleihen, nicht nur Pressesprecher und PRler. Lena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft, ist so etwas wie ein Musterbeispiel für diese neue Botschafter-Form. Im HORIZONT Podcast erzählt die Münchnerin, was hinter diesem Trend steckt und wie sich dadurch die Unternehmenskommunikation verändert.



Rogl Podcast

Den HORIZONT Podcast gibt es auf SoundcloudiTunesSpotify und Deezer zu hören.

Wer das Unternehmen nach außen repräsentiert, wer etwas sagt, wer mit wem über ein Thema spricht, das war lange Zeit streng geregelt: Im Prinzip übernahmen diese Aufgabe Pressesprecher und PR-Experten, in vielen Firmen ist dies nach wie vor der Fall. Doch immer häufiger diskutieren Unternehmen darüber, Mitarbeiter jeder Couleur in ihrer Kommunikation einzusetzen, vor allem über digitale Kanäle.

"In vielen Bereichen ist es viel sinnvoller, einen Mitarbeiter sprechen zu lassen, anstatt das Thema aus der Unternehmenskommunikation zu beleuchten", sagt Rogl im HORIZONT Podcast (Intro- und Outro-Produktion: Supreme Music). Ein Mitarbeiter, der eventuell monatelang an einem Projekt gearbeitet hat, könne viel authentischer darüber berichten, als die Kommunikationsexperten. "Das muss nicht immer anlassbezogen sein, sondern kann auch einfach nur der Blick hinter die Kulissen sein, die Beschreibung des Arbeitsalltags oder Ähnliches", so Rogl. "Der Blick ins echte Leben" sei wichtig.

Während viele Unternehmen einen Kontrollverlust durch Corporate Influencer fürchten, würde Microsoft seinen Mitarbeitern mit einer großen Portion Vertrauen entgegen treten, berichtet Rogl. Der Tech-Konzern ermutige seine Leute dazu, auf Twitter und Co präsent zu sein und zu erzählen, was sie den lieben langen Tag so machen. Rogl: "Wenn man seinen eigenen Mitarbeitern nicht vertraut, dann hat man schon bei der Einstellung etwas falsch gemacht."
„Es würde jedem Menschen, nicht nur Social-Media-Managern, gut tun, eine Zeit lang im sozialen Bereich zu arbeiten, um sich pädagogische und psychologische Grundskills anzueignen. Das würde unsere Welt ein ganzes Stück besser machen.“
Lena Rogl, Microsoft
Die Münchnerin ist gelernte Kinderpflegerin und wechselte dann als Quereinsteigerin zu Focus Online und Tomorrow Focus (heute: Holiday Check Group), wo sie das Community Management beziehungsweise die Social-Media-Kommunikation verantwortete. Aus ihrer Zeit im Kindergarten hat sie vieles lernen können für die Arbeit in der Digitalbranche: "Es würde jedem Menschen, nicht nur Social-Media-Managern, gut tun, eine Zeit lang im sozialen Bereich zu arbeiten, um sich pädagogische und psychologische Grundskills anzueignen. Das würde unsere Welt ein ganzes Stück besser machen." ron


Alle bisherigen Folgen des HORIZONT Podcast im Überblick:

Podcast Henkel

Podcast Frank Thelen

Podcast Oguz Yilmaz

Podcast-Folge 1 mit Wladimir Klitschko



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