Grabarz & Partner

Wie Burger King aus einer Frittenlieferung ein Fußballturnier macht

Burger King lädt zur WM zum Kicker-Duell
© Burger King
Burger King lädt zur WM zum Kicker-Duell
Millionen mit den eigenen Dribbelkünsten verdienen, dazu wird es bei den meisten Fußballfans nie reichen. Aber dank Burger Kings WM-Kampagne können sich die Nachwuchs-Müllers und -Özils der Nation zumindest ihr Fastfood mit den Füßen verdienen. Bis zum 15. Juli lädt die Fastfood-Kette ihre Lieferdienst-Kunden zur Aktion "Zahlen oder Zocken?" ein.

Die Regeln sind einfach: Wer der Freestyle-Fußballerin Aylin Yaren in nur 45 Sekunden den Ball abnehmen kann muss für seine Burger und Fritten nichts zahlen. In den Restaurants rundet Burger King die von Grabarz & Partner kreierte Ambush-Marketing-Kampagne zusätzlich mit einem Torwandschießen in Augmented Reality ab.

Die Gewichtung in Burger Kings Kampagne verrät viel darüber, wie sich der Fastfood-Markt mittlerweile verändert hat. War in der Vergangenheit stets das Ziel, den Besuch in den Restaurants anzukurbeln, geht es Burger King jetzt darum, seinen Lieferdienst zu promoten. Dahinter steht zum einen die Erkenntnis, dass das Thema Essenslieferungen während der WM-Spiele einen Boom erleben dürfte. Aber auch die Erkenntnis, dass die Kette so trotz ihres deutlich kleineren Filialnetzes auf Augenhöhe mit Marktführer McDonald's spielen kann.

Das Thema "Zahlen oder Zocken?" ist dabei gut gewählt. Denn im Idealfall liefern die Duelle der Kunden mit Profikickerin Yaren unterhaltsamen Content für die eigene Kommunikation und Earned Media zufriedener Kunden. Darüber hinaus könnte es so manchen potenziellen Kunden motivieren, öfter zu bestellen. Denn wo die Fußballerin tatsächlich in Deutschland das Essen ausliefern wird, verrät Burger King im Vorfeld nicht. Wer seine Dribbelkünste dem Härtetest unterziehen will, muss also auf Verdacht bei der Kette bestellen.

In den Restaurants liefert Burger King das Fußball-Flair über ein in seine App integriertes AR-Spiel. In dem von der Digital-Agentur Set-Up programmierten Spiel sehen Gäste eine virtuelle Torwand, wenn sie ihre Smartphone-Kamera auf einen Tablett-Aufleger richten. Und erneut verfolgt der Kampagnenansatz gleich mehrere Ziele: Das digitale Torwandschießen liefert zunächst einmal einen Unterhaltungswert am PoS von Burger King. Gleichzeitig dürfte das Spiel aber auch viele Kunden motivieren, sich die Burger-King-App erstmals auf ihr Smartphone zu laden und so die Relevanzz der App als Customer-Touchpoint spürbar stärken.

Die Mediaplanung der Kampagne übernimmt Vizeum, für die PR-Kommunikation ist Emanate verantwortlich. cam




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