GfK-Studie

Werber und Journalisten haben ein echtes Vertrauensproblem

Werber haben derzeit einen schweren Stand
© Bild: Fotolia/Iceteaimages
Werber haben derzeit einen schweren Stand
Zugegeben: Es ist nicht ganz fair, wenn Feuerwehrleute und Sanitäter mit Werbern verglichen werden. Die einen retten Leben, die anderen entwickeln die Werbebotschaften, mit denen die Verbraucher tagtäglich bombardiert werden. Dennoch lässt die aktuelle Studie des GfK Vereins aufhorchen. Denn es gibt kaum Berufe, die schlechter wegkommen als der des Werbers. Auch Journalisten haben derzeit offenbar mit einem massiven Vertrauensproblem zu kämpfen.

Für die repräsentative Studie "Trust in Professions 2018" hat der GfK Verein im Herbst 2017 rund 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt. Das erschreckende Ergebnis: Lediglich 25 Prozent der Deutschen haben Vertrauen in Werbefachleute. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als bei den letzten beiden Befragungen in den Jahren 2016 und 2014, als Werber immerhin auf 27 Prozent kamen. Aktuell schneiden nur Versicherungsvertreter und Politiker mit 23 Prozent respektive 14 Prozent noch schlechter ab. 



Vertrauen in Berufsgruppen

Quelle: GfK
Keinen leichten Stand haben derzeit offenbar auch Medienschaffende in Deutschland. Das Vertrauen in Journalisten ist zwar seit 2016 von 36 auf 38 Prozent gestiegen. Dennoch gehören sie, was das Vertrauen angeht, zu den Flop-5-Berufen in Deutschland. Selbst Banker, die traditionell eher einen durchwachsenen Ruf genießen, schneiden mit 40 Prozent besser ab als die Berufsgruppe, die sich qua Grunddgesetz als vierte Gewalt um die Gewaltenteilung kümmern soll. 

Nach dem monatelangen Tauziehen zwischen CDU und SPD um die Regierungsbildung ist es wenig überraschend, dass die rote Laterne an die Volksvertreter geht. Lediglich 14 Prozent der Deutschen vertrauen Politikern. An der Spitze liegen wie üblich die "Helden"-Berufe. Angeführt wird das Vertrauensranking von Feuerwehrleuten und Sanitätern, die jeweils auf 96 Prozent kommen, gefolgt von Pflegeberufen (95 Prozent), Ärzten (89 Prozent) sowie Bus- und Bahnführer sowie Piloten, denen jeweils knapp 90 Prozent der Deutschen vertrauen. mas


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