Gegen Doc Morris & Co

Apotheken erklären sich für unverzichtbar

Die Imagekampagne der deutschen Apotheker geht in die nächste Runde
ABDA
Die Imagekampagne der deutschen Apotheker geht in die nächste Runde
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Die werbliche Auseinandersetzung um Menschen, die Medikamente benötigen, nimmt weiter an Fahrt auf. Nach dem Aufschlag von Doc Morris kontert nun die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Fortsetzung der Imagekampagne steht unter dem Slogan "Einfach unverzichtbar".
Nähe, das zeichnet nach Meinung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, bundesweit alle Apotheken aus. Um das  stärker in das Bewusstsein der Kunden zu bringen, rüstet der ABDA kommunikativ jetzt auf. Ab Mai läuft wieder eine Imagekampagne des Verbandes an - im neuen Look und mit neuem Claim. Statt "Näher am Patienten" heißt es nun "Einfach unverzichtbar".


Warum das so ist, erklärt Reiner Kern, Leiter Kommunikation der ABDA: "Wir behalten in unseren Geschichten zwar die bewährte Patientenperspektive bei, wollen aber in den Aussagen noch prägnanter und zugleich flexibler werden. Der neue Claim steht für den Anspruch, dass es zur Apotheke vor Ort keine Alternative gibt."

Mit dem neuen Auftritt führt das Gremium seine Imagearbeit und die politische Kommunikation unter einem Kampagnendach zusammen. Die neuen Motiven sind in Apotheken, auf Plakaten und in Print zu sehen. Hinzu kommt eine intensiven Social-Media-Kommunikation. "Mit dem Hashtag #unverzichtbar transportieren wir die Kampagneninhalte im digitalen Raum", sagt Kern. Unterstützt wird der kommunikative Aufschlag vermutlich erneut vom Wort & Bild Verlag. "In Bezug auf die aktuelle Kampagne stehen wir bereits in Kontakt und werden schauen, wie eine solche Unterstützung aussehen könnte. Dies ist übrigens kein temporäres Engagement unseres Hauses, sondern eine schon immer gelebte Praxis, die das gute Verhältnis zur ABDA und ihren Mitgliedern, den Apothekern, unterstreicht", sagt Andreas Arntzen, CEO Wort & Bild Verlag
Die Imagekampagne der deutschen Apotheker geht in die nächste Runde
Die Imagekampagne der deutschen Apotheker geht in die nächste Runde (© ABDA)
Die Offensive kommt derweil nicht von ungefähr. Zuletzt musste der Bundesverband erneut einen leichten Rückgang bei der Anzahl der Apotheken vermelden. Danach lag deren Anzahl Ende 2017 bei 19748. Das sind 275 Apotheken oder 1,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Neben den Regulierungen für die Branche ist dafür auch der scharfe Wettbewerb verantwortlich. So hat zuletzt Doc Morris mit einer Kampagne wieder den Komkurrenzkampf unter den Marktteilnehmern angeheizt. Regelmäßig aktiv ist aber auch Apotal, etwa im TV und als Partner von Borussia Dormund.

Für die Kreation des Apotheken-Auftritts ist erneut Cyrano aus Münster zuständig. Die Kreativen hatten sich in einem Pitch im Sommer 2017  gegen vier Wettbewerber durchgesetzt. Die aktuelle Kampagne ist auf zwei Jahre angesetzt, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere zwei Jahre. Das Budget liegt bei zwei Millionen Euro pro Jahr. mir

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