FC Bayern holt auf

Das sind die wertvollsten Fußballclubs

Die größten europäischen Fußballclubs können ihren Wert steigern
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Die größten europäischen Fußballclubs können ihren Wert steigern
Trotz zuletzt schwindelerregend hoher Transfersummen und steigender Personalkosten konnten die 32 führenden Fußballclubs in Europa ihren Wert deutlich steigern. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, kommen die Vereine aktuell auf einen Gesamtwert von 32,5 Milliarden Euro - ein Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Antreiber ist vor allem die Medienvermarktung. Der FC Bayern konnte im Spitzenfeld aufholen.

Der FC Bayern München hat in der Spitzengruppe mit Platz vier und einem Wert von rund 2,6 Milliarden Euro (plus 4 Prozent) gegenüber dem FC Barcelona (2,8 Milliarden Euro, plus ein Prozent) Boden gut machen können. Die Liste der wertvollsten Vereine führt allerdings der aktuelle Premier-League-Vizemeister Manchester United mit 3,3 Milliarden Euro (plus 5 Prozent) an. Dahinter folgt der Champions-League-Titelträger Real Madrid mit 2,9 Milliarden Euro (ein Prozent weniger). Der FC Liverpool, Gegner von Real Madrid am Samstag im Finale der Champions League, liegt in der Rangliste mit 1,6 Milliarden Euro (plus 19 Prozent) auf Platz acht.



Die Ergebnisse, die auf einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft KPMG zum "Football Clubs' Enterprise Value" basieren, gründen sich auf den fünf Merkmalen Wirtschaftlichkeit, Beliebtheit, sportliches Potenzial, Übertragungsrechte und Eigentumsrecht am Stadion. Abgebildet wird der Unternehmenswert zum 1. Januar 2018. Eingeflossen sind Informationen (finanziell und nicht finanziell) aus den Spielzeiten 2015/16 sowie 2016/17. Die Ergebnisse der Vereine aus der gerade abgelaufenen Saison 2017/18 blieben unberücksichtigt.

Gerade in puncto Wirtschaftlichkeit hatten die Top-Clubs zuletzt jedoch nicht allzu viel Vorsicht walten lassen. So wechselten im vergangenen Jahr etwa Ousmane Dembele für astronomische 105 Millionen Euro beziehungsweise Philippe Coutinho für 160 Millionen Euro zum FC Barcelona. Paris St. Germain machte zuvor mit dem teuersten Transfer in der Fußballgeschichte (Neymar für 222 Millionen Euro) Schlagzeilen. Dass die Top-32 Vereine am Ende dennoch ein Wachstum verbuchen, ist unter anderem mit dem verbesserten finanziellen Zustand vieler mittelgroßer Vereine zu erklären, sagt Andrea Sartori, Chef der Sportsektion von KPMG. Die Einnahmen kommen vor allem aus der Medienvermarktung - und diese katapultiert gleich neun Vereine aus England in die Rangliste, einer mehr als zuvor. Unverändert je sechs Vereine kommen aus Spanien und Italien. Die Bundesliga stellt wie die Türkei und Frankreich je drei Clubs, je einen die Niederlande (Ajax Amsterdam) und Portugal (Benfica Lissabon). Die deutschen Vertreter hinter dem FC Bayern sind auf dem zwölften Platz Borussia Dortmund mit rund 1,1 Milliarden Euro (plus 9 Prozent) und die Nummer 14 Schalke 04 mit 674 Millionen Euro (3 Prozent weniger).


An Bedeutung für den Erfolg der Vereine gewinnen aus Sicht von KPMG die Aktivitäten in den sozialen Medien – auf Facebook, Twitter und Instagram. Hier haben die 32 Topclubs innerhalb eines Jahres 111 Millionen neue Anhänger gewonnen, insgesamt sind es 1,2 Milliarden auf der ganzen Welt. Auf Real Madrid und den FC Barcelona fallen etwa zu gleichen Teilen gemeinsam 426 Millionen Anhänger. Manchester United folgen 115 Millionen Nutzer, den Bayern 64 Millionen und Dortmund 24 Millionen. ron

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