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Petra Czora, Marketingchefin von Drogeriehändler Rossmann bei der Dmexco
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Wieso Rossmann auf Influencer Marketing setzt

Petra Czora, Marketingchefin von Drogeriehändler Rossmann bei der Dmexco
Vor gut zwei Wochen war der Drogeriehändler Rossmann in die Schlagzeilen geraten, weil er als erster deutscher Werbungtreibender wegen Schleichwerbung beim Influencer Marketing verurteilt wurde. Bei der Dmexco ging Marketingchefin Petra Czora zwar weder auf das Urteil noch auf dessen Konsequenzen ein, verriet aber, wieso der Drogeriehändler überhaupt auf den gehypten Kanal setzt - und welchen Anteil dieser am Media-Budget von Rossmann hat.
von Fabian Müller Donnerstag, 14. September 2017
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Ist die Disziplin gekommen, um zu bleiben? Ganz klar ja, sagt Petra Czora: "Influencer Marketing ist kein kurzfristiges Phänomen, das schnell wieder verschwinden wird - speziell im Beauty-Segment", so die Rossmann-Marketerin. Sie indentifiziert dabei drei Spielarten: Die einfache Produktplatzierung im Channel des Influencers (für die Rossmann jüngst vom OLG Celle verurteilt wurde), eine tiefere Content-Kreation über einen längeren Zeitraum hinweg und eine echte Kollaboration mit dem Influencer - mit dem Ziel, gemeinsam Produkte zu entwickeln. "Wir wollen mit unseren Influencern eine Langzeitbeziehung eingehen", sagt Czora - das Stichwort lautet also Influencer Relations statt bloßer Platzierung. Rossmann engagiert sich verstärkt in der Szene, kooperiert etwa mit Studio 71 und ist in diesem Jahr exklusiver Beauty-Partner des Lifestyle-Events Stylorama im November in Dortmund, die von dem P7S1-Multichannel-Network veranstaltet wird. Damit folgt Rossmann dem Vorbild des größten Wettbewerbers: Nur wenige Tage vorher findet in Berlin die Beauty-Messe "Glow by dm" statt.


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Nicht nur das Engagement bei der Stylorama, einem Event bei dem bis zu 6000 Besucher erwartet werden, zeigt: Rossmann sieht beim Thema Influencer Marketing noch großes Potenzial. Aktuell entfallen auf die Disziplin, so Czora, "ein, vielleicht zwei Prozent" der Media-Spendings der Drogeriekette. Dieser noch vernachlässigbare Anteil werde laut der Marketingleiterin künftig aber deutlich steigen: "Wir werden hier definitiv mehr investieren." fam 
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