Dmexco-Macher

Jetzt wollen Muche und Schneider die Koelnmesse verklagen

Christian Muche (l.) und Frank Schneider gehen nun ihrerseits in die juristische Offensive gegen die Koelnmesse
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Christian Muche (l.) und Frank Schneider gehen nun ihrerseits in die juristische Offensive gegen die Koelnmesse
Das juristische Hickhack um die fristlose Kündigung der beiden Dmexco-Macher Christian Muche und Frank Schneider geht in die nächste Runde. Wie die beiden Inhaber der Firma KDME bestätigen, wollen sie in dieser Woche eine Widerklage gegen Veranstalter Koelnmesse einreichen. Noch ist die entsprechende Klage allerdings nicht beim zuständigen Landgericht Köln eingegangen.
Ziel der Widerklage ist laut Muche und Schneider, die aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Kündigung aufzuheben. Zudem wollen sie ausstehende Honorare aus dem Anfang November fristlos von der Koelnmesse beendeten Vertragsverhältnis einfordern. "Nicht zuletzt aufgrund des positiven Urteils zur einstweiligen Verfügung sind wir überaus zuversichtlich, dass unserer Klage zeitnah entsprochen wird, damit wir noch Möglichkeiten haben, unsere Dienstleistungen zur Dmexco 2018 anzubieten", erklärt Muche auf Anfrage von HORIZONT.



Das Landgericht Köln hatte vor kurzem die von der Koelnmesse im November erwirkte einstweilige Verfügung aufgehoben. Die Messe sah bei ihren langjährigen Partnern wegen deren Engagements bei der Veranstaltung D-Pulse in der Schweiz einen Verstoß gegen das vertraglich vereinbarte Wettbewerbsverbot und hatte damit zunächst Recht bekommen. Später kippten die Richter allerdings die Entscheidung. Sie erkannten das Wettbewerbsverbot zwar grundsätzlich an, urteilten aber, dass dieses nicht für die Schweiz, sondern nur für das EU-Ausland gilt. Außerdem erhoben sie Zweifel an der Behauptung, dass es sich bei D-Pulse um eine Konkurrenzveranstaltung zur Dmexco handelt.

Die Koelnmesse will gegen diese Entscheidung Berufung vor dem Oberlandesgericht Köln einlegen. Unabhängig vom Ausgang des juristischen Verfahrens hat die Messe bereits erklärt, dass sie nicht mehr mit Muche und Schneider und deren Firma KDME zusammenarbeiten wird. Die Aufgaben der beiden Digitalmanager sind inzwischen ohnehin neu verteilt. mam
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