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Koelnmesse erwirkt einstweilige Verfügung gegen Muche und Schneider

Christian Muche (l.) und Frank Schneider wollen sich gegen die einstweilige Verfügung wehren
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Christian Muche (l.) und Frank Schneider wollen sich gegen die einstweilige Verfügung wehren
Die fristlose Kündigung des Vertrags mit den beiden Machern der Digitalmesse Dmexco hat wie erwartet ein juristisches Nachspiel. Wie eine Sprecherin des Landgerichts Köln bestätigt, hat Veranstalter Koelnmesse bereits am 9. November 2017 eine einstweilige Verfügung gegen ihre Vertragspartner Christian Muche und Frank Schneider sowie deren Firma KM Digital Marketing Events (KDME) erwirkt. Diese haben Widerspruch inzwischen gegen die Entscheidung eingelegt.
Laut Beschluss der 25. Zivilkammer ist es der Firma KDME und ihren beiden Geschäftsführern bis zum 30. September 2018 untersagt, "auf dem Gebiet der Organisation und Durchführung von oder der Beratung für Veranstaltungen, insbesondere Messen und Konferenzen im Bereich des digitalen Marketings, tätig zu werden". Außerdem dürfen Muche und Schneider nicht Mitglied der Geschäftsleitung eines auf diesem Gebiet tätigen Unternehmens wie der Excitare sein, heißt es in dem Beschluss (AZ: 25 O 268/17).



Im Klartext: Muche und Schneider dürfen – sollte die einstweilige Verfügung Bestand haben – bis Ende September dieses Jahres nichts machen, was auch nur ansatzweise in Konkurrenz zur Dmexco steht. Erwartungsgemäß wollen sich die beiden Digitalmanager gegen diesen Beschluss wehren. "Wir haben gegen die Unterlassungsverfügung Widerspruch eingelegt und rechnen fest mit einer Entscheidung zu unseren Gunsten bis Mitte Januar", teilen Muche und Schneider auf Anfrage von HORIZONT mit. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wollen sie sich nicht weiter zur Sache äußern. Die Sprecherin des Landgerichts Köln bestätigt den Eingang des Widerspruchs in der Woche vor Weihnachten.

Die Koelnmesse sieht "schwerwiegende Vertragsverletzungen" ihrer beiden bisherigen Partner Muche und Schneider. Stein des Anstoßes sollen deren Aktivitäten in der Schweiz sein, wo sie sich bei der Firma Excitare engagiert haben. Diese ist für Organisation und Durchführung der Digitalkonferenz D-Pulse zuständig – offenbar zum Missfallen der Koelnmesse, die darin einen Verstoß gegen ein sich aus ihrer Sicht aus dem Beratervertrag mit KDME ergebendes Wettbewerbsverbot erkennt. Bei der Premiere der Veranstaltung in Zürich im vergangenen Jahr war die Dmexco allerdings noch als Kooperationspartner an Bord. mam


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