Digitale CSR-Kommunikation

Siemens liegt vorn, Vodafone ist das Schlusslicht

Siemens macht laut Auswertung von Net Federation die beste digitale CSR-Kommunikation
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Siemens macht laut Auswertung von Net Federation die beste digitale CSR-Kommunikation
Seit vielen Jahren gilt es als eins der Top-Trendthemen in der Unternehmenskommunikation: Corporate Social Responsibility, kurz CSR. Kaum ein Unternehmen, das nicht betont, wie nachhaltig und verantwortungsbewusst es agiert. Wie weit es mit der digitalen Kommunikation in diesem Bereich her ist, untersucht in regelmäßigen Abständen die Digitalberatung Net Federation mit Sitz in Köln.
Das Ergebnis des CSR Benchmark 2018 fällt nicht sonderlich gut aus. Im Vergleich zur vorherigen Untersuchung aus dem Jahr 2016 hat sich die Qualität der Kommunikation nicht sonderlich verbessert. "Wir beobachten eine Stagnation. Für viele Unternehmen scheint das Thema nach wie vor eher Pflichtprogramm zu sein", fasst Oliver Brandl, PR-Manager bei Net Federation, die Resultate der Auswertung zusammen.



So bleiben zahlreiche Firmen auf ihren CSR-Websites an der Oberfläche und liefern kaum tiefergehende Informationen. Zudem gibt es nur vereinzelt Angaben zu konkreten geförderten Projekten sowie wenig Erklärungen größerer Zusammenhänge. Auch die Dialogmöglichkeiten mit der Öffentlichkeit lassen zu wünschen übrig. Spezielle Blogs sind Mangelware, die Aufbereitung ist oft lieblos und wird von Textwüsten dominiert.

Top 10 CSR-Auftritte im Netz
1. Siemens (611 Punkte), 2. Bayer (592 Punkte), 3. Deutsche Post (545 Punkte), 4. Deutsche Telekom (537 Punkte), 5. Robert Bosch (521 Punkte), 6. Porsche: (520 Punkte), 7. Deutsche Bahn (512 Punkte), 8. Bertelsmann (487 Punkte), 9. BMW (476 Punkte), 10. Munich Re (468 Punkte)
Untersucht wurden die CSR-Websites von 75 ausgewählten großen Unternehmen mit Konzernstruktur hinsichtlich 146 unterschiedlich gewichteter Kriterien aus den Kategorien "Inhalt & Design", "Dialog & Interaktion" sowie "Technik & Service". Die einzelnen Webauftritte konnten maximal 1000 Punkte erreichen. An der Spitze des diesjährigen Rankings steht mit einer Punktzahl von 611 Siemens. Dahinter folgen Bayer, Deutsche Post, Deutsche Telekom und Robert Bosch. Auffällig ist, dass es nur drei Unternehmen - nämlich Deutsche Post, Deutsche Telekom und Bertelsmann - erneut in die Top 10 geschafft haben.


Ansonsten gibt es zum Teil erhebliche Veränderungen. So sind Eon und Thyssen-Krupp, bei der 2016er-Auswertung noch auf Platz 2 und 3, auf die Plätze 45 beziehungsweise 42 abgestürzt. Henkel, vor zwei Jahren noch die Nummer 1, rutscht auf Platz 11 ab. Auf dem letzten Platz der Rangliste mit nur 79 von 1000 möglichen Punkten steht übrigens Vodafone. Neben der schwächeren inhaltlichen Performance erklärt Net-Federation-Mann Brandl die Verschiebungen damit, dass der Bewertungskatalog erweitert wurde. Statt wie zuletzt 108 wurden diesmal 146 Kriterien abgefragt. mam
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