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Hornbach-Marketer Karsten Kühn wird beim Deutschen Medienkongress auf der Bühne stehen
Hornbach
Deutscher Medienkongress

Ist Digital noch sexy, liebe Marketer?

Hornbach-Marketer Karsten Kühn wird beim Deutschen Medienkongress auf der Bühne stehen
Deutschlands Werbungtreibende wollen ihre Spendings mehrheitlich steigern – das ist die gute Nachricht. Die weniger gute: Sie sind ziemlich verunsichert, was digitale Werbung angeht. Wohin fließen die Etats 2018? Darüber diskutieren Top-Marketingentscheider beim Deutschen Medienkongress, der am 16. und 17. Januar 2018 in Frankfurt stattfindet.
von Klaus Janke Donnerstag, 14. Dezember 2017
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2018 dürfte ein gutes Werbejahr werden, wie im Oktober die Mitgliederumfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) ergab: 46 Prozent der Markenartikler wollen ihre Etats erhöhen, nur 16 Prozent werden sie herunterfahren. Profitieren werden laut Umfrage TV, Online und Mobile Video sowie Mobile Display, Federn lassen werden Sponsoring, Print und auch Online Display.


Digitale Werbung wird aber misstrauisch betrachtet: „Bei aller Euphorie und angesichts der vielfältigen Chancen ist der digitale Markt weiter von gravierenden Qualitätsmängeln geprägt“, warnte die OWM-Vorsitzende Tina Beuchler. „Gerade die Themen digitale Transparenz, Brand Safety, Ad Fraud und Effizienz bei Programmatic bewegen die OWM-Mitglieder sehr.“ Hinzu kommt die Unsicherheit, was die Umsetzung der EU-Privacy-Verordnung angeht – die Spielregeln für Online Marketing könnten sich grundlegend ändern.

DMK 2018
Der 10. Deutsche Medienkongress 2018 findet am 16. und 17. Januar 2018 in der Alten Oper Frankfurt statt. Top-Manager aus Unternehmen, Agenturen und Medien werden dort die wichtigsten Zukunftstrends der Branche diskutieren. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des HORIZONT AWARD an die Männer und Frauen des Jahres 2017. Alle Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Medienkongresses

. Der Normalpreis für die Teilnahme beträgt 1399 Euro. Frühbucher-Tickets sind bis zum 15. Dezember zum reduzierten Preis von 1099 Euro erhältlich. HORIZONT-Abonnenten erhalten zusätzlich jeweils einen Rabatt von 100 Euro auf die Kongressgebühr. Darüber hinaus gibt es bei einer Anmeldung ab dem dritten Teilnehmer eines Unternehmens 50 Prozent Rabatt. Die Anmeldung berechtigt gleichzeitig zum kostenfreien Besuch des HORIZONT AWARD. Veranstalter des Deutschen Medienkongresses 2018 sind HORIZONT und dfv Conference Group
Wie wird sich vor diesem Hintergrund der Mediamix ändern? Was spricht für, was gegen die einzelnen Kanäle? Und wie sexy ist Digital noch? Darüber diskutieren in Frankfurt Alexander Ewig, Geschäftsführer MediaMarktSaturn Retail Group, Antje Neubauer, Leiterin Marketing & PR Deutsche Bahn, Tim Alexander, Chief Marketing Officer Deutsche Bank, und Karsten Kühn, Mitglied des Vorstands Hornbach. Auf die hochkarätige Runde stimmt Tina Beuchler mit einem Impulsbeitrag ein.

Ein weiteres brisantes Thema steht auf der Agenda des Deutschen Medienkongresses: die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Wie können ARD, ZDF und Deutschlandradio ihre Strukturen umbauen und damit effizienter werden? Was beinhaltet ihr gesetzlicher Auftrag? Wie weit dürfen redaktionelle Angebote im Internet gehen? Ende September legten die Sender dazu Berichte vor, nun liegt der Ball bei der Politik. Im nächsten Jahr soll „ein großes Paket“ zur Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags geschnürt werden, so die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).  Die Vertreter der privaten Medien werfen den Öffentlich-Rechtlichen mangelnde Handlungsbereitschaft vor: „Die Papiere sind Luftnummern“, sagt Hans Demmel, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). „Einsparungen von rund 1,3 Milliarden Euro, gestreckt auf zehn Jahre, entsprechen bei einem jährlichen Gesamtaufkommen von rund 9 Milliarden Euro Einsparungen von unter 1,5 Prozent pro Jahr.“ In Frankfurt diskutiert Demmel mit Fritz Jaeckel, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, und Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks – das dürfte ziemlich kontrovers werden.



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