Deutscher Dialog Marketing Verband

DDV positioniert sich neu

Die DDV-Präsidenten Patrick Tapp und Martin Nitsche führen den Verband ins digitale Zeitalter
© DDV
Die DDV-Präsidenten Patrick Tapp und Martin Nitsche führen den Verband ins digitale Zeitalter
Seinen hauseigenen Dialogmarketing Preis unterzog der Deutsche Dialog Marketing Verband (DDV) bereits einem Rebrush: Seit 2017 heißt er Max Award, die aktuelle Ausschreibung läuft noch bis zum 27. April. Zum 70-jährigen Jubiläum nun hat sich der DDV auch eine neue Positionierung verordnet.



Der Grund: der digitale Wandel. „Wir merken, dass sich die Konsumenten mehr und mehr den digitalen Kanälen zuwenden“, so DDV-Präsident Martin Nitsche. Auch der DDV sieht sich als wesentlichen Player der Data Driven Economy: „Unser Selbstverständnis ist, dass wir die gesamte Wertschöpfungskette der kreativen und innovativen Kommunikation im Rahmen der Data Driven Economy abbilden“, erklärt Nitsche. Verdeutlichen soll das der neue Claim, um den das altbekannte Verbandslogo ergänzt wird: „Die treibende Kraft der Data Driven Economy“. Die beiden Mitgliedsagenturen Publicis und Geometric Global haben das neue Visual und den Claim mit dem geschärften Digitalfokus umgesetzt.
Das neue Keyvisual des DDV
© DDV
Das neue Keyvisual des DDV
Von Digital-Verbänden wie dem BVDW will sich DDV-Präsident nichtsdestotrotz deutlich  abgrenzen: Der BVDW etwa sei durch einen deutlich technischeren Background geprägt. Der DDV hingegen betreibe Digitalisierung eher aus Marketing- und Verbraucherperspektive. „Wir stehen nicht für Daten, sondern das was daraus gemacht wird. Der Konsument steht dabei stets im Mittelpunkt der Ansprache.“

„Wir stehen nicht für Daten, sondern das was daraus gemacht wird. Der Konsument steht dabei stets im Mittelpunkt der Ansprache.“
Martin Nitsche
Sowohl das Key Visual als auch die neue Mission hat die Mitgliederversammlung am 9. März einhellig gebilligt. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Die Positionierung hat der DDV in enger Abstimmung mit seinen Mitgliedern erarbeitet. Eine völlige Umbenennung hat der Verband nach intensiven Diskussionen verworfen. Der DDV steht nach wie vor für Dialog, erweitert nun eben um den Zusatz Data Driven.


Beibehalten hat der Verband auch sein klares Votum gegen jegliche staatliche Regulierung. „Wir haben eine klare edukative Aufgabe in Brüssel“, so Nitsche mit Blick auf die E-Privacy-Richtlinie. Präsidiumskollege Patrick Tapp sieht den DDV auch an der vordersten Front, wenn es darum geht, einen Ausgleich zwischen den Interessen der Wirtschaft und des Verbrauchers durchzusetzen. „Die E-Privacy-Richtlinie darf hier nicht hinter den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung zurückfallen, die genau diesen Ausgleich geschaffen hat“, so seine Forderung, die in die gleiche Richtung geht wie der offene Brief, mit dem sich zahlreiche europäische Medienverbände, Organisationen und Unternehmen vor wenigen Tage gegen die Pläne der Europäischen Union ausgesprochen haben. vg
stats