Datenschutz

Sieben von zehn deutschen Onlineshops erfüllen die DSGVO-Anforderungen nicht

E-Commerce-Anbieter müssen beim Datenschutz nachbessern
© Gerd Altmann / PIXELI
E-Commerce-Anbieter müssen beim Datenschutz nachbessern
70 Prozent der deutschen Top-50 Onlineshops erfüllen die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai verbindlich in Kraft tritt, nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Dienstleisters Usercentrics, der Unternehmen mit einer Software-Lösung dabei unterstützt, ihre Website DSGVO-konform zu machen.
Für die Analyse hat Usercentrics vom 1. bis zum 15. März 2018 50 deutsche Online-Shops mit einer Reichweite von mehr als zwei Millionen Besuchern pro Monat auf die Anforderungen der neuen Datenschutzgrundverordnung hin untersucht. Dabei identifizierten die Privacy-Experten zahlreiche Zuwiderhandlungen gegen die Regelungen der DSGVO, die den Umgang mit personenbezogenen Daten im Internet und damit auch auf allen Webseiten regelt


Als nicht DSGVO-konform gilt ein Online-Shop etwa dann, wenn nach wie vor Cookies ohne Zustimmung erhoben werden. Auch irgendwo auf der Website versteckte Einstellungen zur Einwilligung in die Speicherung und Nutzung von Nutzerdaten sowie eine nicht rechtssichere Speiecherung der Einwilligung sind problematisch. Auch die Verwendung von unternehmensfremden Technologien wie Facebook-Like-Buttons oder Remarketing-Codes sollte überdacht werden. Solche Plugins würden oft geladen und damit Daten an Dritte weitergegeben, ohne dass der Nutzer zugestimmt hat. 

"Viele Online-Shops sind sich der vollen Tragweite der neuen Verordnung nicht bewusst. Da sind auch die Großen keine Ausnahme. Sie organisieren zwar intern die erforderlichen Prozesse, vergessen dabei aber, dass die neuen Regelungen auch die Online-Präsenz betreffen," sagt Usercentrics-Gründer Mischa Rürup. "Das ist fatal, denn die Abmahnanwälte stehen schon in den Startlöchern und der Nachweis eines Verstoßes ist relativ einfach durchzuführen." ire
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