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Kaufda und Oculus Rift launchen Virtual-Reality-App für den Einzelhandel

Kaufda startet eine Vorversion seiner VR-App
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Kaufda startet eine Vorversion seiner VR-App
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2016 könnte das Jahr für Virtual Reality werden - nicht nur in der Gaming- und Unterhaltungsindustrie, sondern auch im Einzelhandel. Das glaubt zumindest die Springer-Tochter Bonial Group und launcht mit ihrer Marke Kaufda zu Jahresbeginn die Vorversion einer ersten VR-App. Dabei kooperiert das Unternehmen mit dem VR-Pionier Oculus Rift, seit Sommer 2014 im Besitz von Facebook.
Mit der ersten Version entwickelt Kaufda seine Mobile-App weiter, die weltweit von 22 Millionen Menschen benutzt wird - in Deutschland sind es acht Millionen Nutzer im Monat. Über die Anwendung können sich User mit dem Smartphone über Angebote des stationären Einzelhandels informieren und inspirieren lassen. Mit Kaufda VR for Oculus Rift erweitert das Unternehmen nun seine App um virtuelle Erlebniswelten und will so einen Ausblick geben, wie das Shopping der Zukunft aussehen könnte.

"Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Technologien werden für viele Branchen sehr einschneidend sein", sagt Dan Cripe, CTO der Bonial Group. Das steht für den Manager außer Frage. "Viel spannender ist, welche Branchen dazugehören werden und wann bzw. wie sie VR nutzen können", so Cripe. Den Einzelhandel und die Werbebranche sieht er dabei als zwei ganz entscheidende Treiber.
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Nutzer der Kaufda-App können mithilfe der VR-Brille Oculus Rift, die ab 6. Januar zur Vorbestellung bereitsteht, künftig durch virtuelle Shops flanieren, Preise prüfen, Angebote betrachten und auf Wunsch zusätzliche Produktinformationen erhalten. Favorisierte Produkte werden vom Headset zum persönlichen Einkaufszettel auf das Smartphone übertragen. CEO Christian Gaiser sieht mit der Neuentwicklung die Position der Bonial Group gestärkt: Man präsentiere sich so "erneut als Innovationstreiber der digitalen Handelswerbung". fam

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