Bayern München auf Rang 4

Das sind die umsatzstärksten Fußball-Clubs der Welt

Manchester United (mit Superstar Paul Pogba) bleibt umsatzstärkster Fußballklub der Welt
© Manchester United / Screenshot Youtube
Manchester United (mit Superstar Paul Pogba) bleibt umsatzstärkster Fußballklub der Welt
Manchester United hat den Titel als umsatzstärkster Fußballverein der Welt verteidigt. Der Premier-League-Club liegt in der "Football Money League" der Beratungsgesellschaft Deloitte vor Real Madrid, dem FC Barcelona und dem FC Bayern München. Noch zwei weitere Bundesligisten haben es in die Top 20 geschafft.
Manchester United hat in der Saison 2016/17 einen Umsatz von 676,3 Millionen Euro erwirtschaftet und damit den Spitzenplatz verteidigt - und das trotz eines leichten Umsatzrückganges. Dass es trotzdem für den Platz an der Sonne gereicht hat, verdankt der englische Rekordmeister seinen enormen kommerziellen Erlösen und dem lukrativen TV-Vertrag der Premier League. Insgesamt zeigt das Ranking die relative Festgefahrenheit der Weltspitze: Im Vergleich zur Vorsaison hat sich die Top 10 nicht verändert.

Deloitte Football Money League 2016/17

Position (Vorjahr)ClubUmsatz 2016/17* in Mio. € (2015/16)
1 (1)Manchester United676,3 (689)
2 (3)Real Madrid674,6 (620,1)
3 (2)FC Barcelona648,3 (620,2)
4 (4)FC Bayern München587,8 (592)
5 (5)Manchester City527,7 (524,9)
6 (7)FC Arsenal487,6 (468,5)
7 (6)Paris St. Germain486,2 (520,9)
8 (8)FC Chelsea428 (447,4)
9 (9)FC Liverpool424,2 (403,8)
10 (10)Juventus Turin405,7 (338,9)
11 (12)Tottenham Hotspur355,6 (279,7)
12 (11)Borussia Dortmund332,6 (283,9)
13 (13)Atlético de Madrid272,5 (228,6)
14 (20)Leicester City271,1 (172,1)
15 (19)Inter Mailand262,1 (179,2)
16 (14)FC Schalke 04230,2 (224,5)
17 (18)West Ham United213,3 (192,3)
18 (neu)FC Southampton212,1 (166,2)
19 (neu)SSC Neapel200,7 (144,2)
20 (neu)FC Everton199,2 (162,5)
Quelle: Deloitte Football Money League (*exklusive Transfererlöse)
Während Real Madrid und der FC Barcelona ihre Einnahmen gegenüber dem Vorjahr steigern konnten, musste auch der FC Bayern München Einbußen hinnehmen und verbuchte einen Umsatz von 587,5 Millionen Euro nach 592 Millionen Euro in der Vorsaison. Das Aus im Viertelfinale der Champions League sowie die Halbfinal-Niederlage im DFB-Pokal wirkten sich negativ auf den Umsatz aus, allerdings konnten die Münchner aus Sponsoring und Werbung mehr erlösen als jeder andere Club der Welt. Borussia Dortmund konnte den Umsatz auf 332,6 Millionen Euro steigern, Erzrivale Schalke 04 verzeichnete ein Umsatzplus von 5,7 Millionen Euro auf 230,2 Millionen Euro.


Wenn die Vereine ihre sportlichen Ziele erreichen, dürfte es noch weiter nach oben gehen. Denn nicht nur für Bayern München, sondern auch für die beiden Revierclubs winken neue Erlöspotenziale im Ausland. Zudem greift seit der Saison 2017/18 der neue Medienvertrag der Fußball-Bundesliga, der den Clubs insgesamt mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr einbringt. "Mit zusammen 7,9 Milliarden Euro haben alle Clubs der Top 20 ihre Gesamtumsätze gegenüber der Vorsaison um rund sechs Prozent gesteigert", sagt Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. "Für die Bundesligateams ergeben sich attraktive Perspektiven aus dem neuen Medienrechtezyklus zur Saison 2017/18, was zu einem Anstieg der Einnahmen aus Medienrechten von rund 80 Prozent führen wird. Dies sollte es den Bundesligisten ermöglichen, weiterhin mit ihren englischen und spanischen Konkurrenten Schritt zu halten."

Für den Report berücksichtigt Deloitte die Erlöse aus Medienrechten, Ticketing, Sponsoring und Werbung, nicht aber Transfererlöse. Dadurch ergeben sich zum Teil erhebliche Differenzen zu den offiziell von den Vereinen veröffentlichten Zahlen. Bayern München etwa hat für die Saison 2016/17 einen Gesamtumsatz von 640,5 Millionen Euro ausgewiesen. ire
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