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Marketingleiter Sven Schuwirth wirft nach nur fünf Monaten hin

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Sven Schuwirth, Leiter der Marke BMW, ist schon wieder weg
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Sven Schuwirth, Leiter der Marke BMW, ist schon wieder weg
Es ist wieder eine Personalie, die das Wort Überraschung verdient: Sven Schuwirth, Leiter Marke BMW, ist schon wieder weg bei der Münchner Edelmarke. Den Abgang will man bei BMW nicht kommentieren. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.
Vor ein paar Wochen, am Vorabend der Bilanzpressekonferenz von BMW in München, war von Missstimmung wenig zu spüren.  Sven Schuwirth plauderte entspannt mit Journalisten, über die Automobilindustrie und die Anforderungen an das Marketing - was man eben so bei Small Talks erzählt, wenn man gerade bei einem Unternehmen neu gestartet ist. Seit Januar im Amt, schien er an dem Abend schon fester Bestandteil der BMW-Familie zu sein, auch wenn er von Audi gekommen war. Nun hat er überraschend am Mittwoch gekündigt. Bei BMW bestätigt oder dementiert man den Abgang auf Anfrage nicht, über den die Süddeutsche Zeitung heute als erster berichtet hatte.


Über die Gründe allerdings kann man nur spekulieren. Aber es gibt Indizien. Schon kurz nach der Bekanntgabe der Personalie Ende Oktober vergangenen Jahres tauchten die ersten kritischen Stimmen auf. Passt der Digitalisierungsspezialist, der Veränderungen mag und schnell angeht, überhaupt zu BMW? Kann er das Marketingteam hinter sich bringen, in der seine Vorgängerin Hildegard Wortmann, die für die Marke nach Asien gegangen ist, hohe Wertschätzung genossen hatte? Und: Kann ein Tandem mit dem ebenfalls neuen Marketing- und Vertriebsvorstand Pieter Nota überhaupt funktionieren?

Manch einer sah allein darin schon zuviel Veränderung für das Unternehmen - zwei Topmanager von außen, dazu einer noch branchenfremd. Es scheint, als hätten die Skeptiker Recht behalten. mir
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