Air Berlin Auch Marken und Webadressen werden jetzt verkauft

Dienstag, 13. Februar 2018
Air Berlin meldete im vergangenen August Insolvenz an
Air Berlin meldete im vergangenen August Insolvenz an
© Air Berlin

Alles muss raus: Nach Insolvenz und Verkauf der operativen Teile von Air Berlin sollen nun auch die zu dem Konzern gehörenden Marken verkauft werden. Das teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther mit. Zum Verkauf stehen demnach rund 180 von Air Berlin geschützte Begriffe und Wortmarken. Außerdem werden rund 1.000 Internet-Domains verkauft, die der insolventen Airline gehören.

Zu den Marken, die veräußert werden, gehören etwa die Kernmarke Air Berlin sowie LTU. Die LTU International Airways war 2007 von Air Berlin übernommen und zwei Jahre später komplett eingegliedert worden. Alle LTU-Flüge wurden danach unter der Marke Air Berlin durchgeführt. Weiterhin im Angebot sind eher unbekannte Begriffe wie JustFly, airbistro oder airdüsseldorf, die ebenfalls durch Air Berlin geschützt wurden.

Im digitalen Bereich stehen nicht nur die Air-Berlin- und LTU-Domains zum Verkauf. Auch andere Internetadressen wie we-fly-europe.com, mallorca-shuttle.com, city-shuttle.com, jubelpreise.com oder ichbineinairberliner.com können erworben werden. Insolvenzverwalter Flöther betont, dass diese Domains auch für branchenfremde Bieter interessant sein könnten.

Die vollständige Liste aller zum Verkauf stehenden Marken gibt es allerdings nur nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung. Erst danach dürfen potenzielle Bieter die für die Prüfung der zum Verkauf stehenden Marken und Domains erforderlichen Unterlagen einsehen. Anschließend muss ein verbindliches Angebot abgegeben werden. Danach setzt der mehrstufige Verkaufsprozess ein, mit der die Unternehmensberatung Roland Berger betraut ist. Im Laufe des Insolvenzverfahrens hatten Flöther zufolge bereits rund 25 Investoren Kaufinteresse angemeldet. Es seien aber auch weitere potenzielle Käufer willkommen. Über den Zuschlag entscheidet der zuständige Gläubigerausschuss.
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Welche Einnahmen man sich aus dem zum Verkauf stehenden Inventar erhofft, ließ Flöther offen. "Wir geben keine Prognose ab", sagte der Insolvenzverwalter zu Beginn des Investorenprozesses. "Aber wir erwarten durch den Verkauf der Markenrechte und Domains substanzielle Erlöse zugunsten der Insolvenzmasse."

Air Berlin hatte im August vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Deutschlands ehemals zweitgrößte Airline hatte jahrelang Verluste eingeflogen. Die Maschinen der Air-Berlin-Flotte sowie die Start- und Landerechte wurden anschließend unter anderem unter der Lufthansa, Easyjet und Luftfahrt-Unternehmer Niki Lauda aufgeteilt. ire

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