Advertising Expenditure Forecast

Zenith korrigiert Werbemarkt-Prognose nach oben

Zenith-CEO Dirk Lux
© Zenith/ Publicis Media
Zenith-CEO Dirk Lux
Zenith hat seine Prognose zur Entwicklung des globalen Werbemarktes um einen halben Prozentpunkt nach oben geschraubt. Der Anteil digitaler Kanäle an den gesamten Werbeinvestitionen steigt dabei weiter. So werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 40 Prozent der globalen Werbeausgaben in Onlinewerbung fließen.
Laut dem aktuellen Zenith Advertising Expenditure Forecast steigt der Anteil der Onlinewerbung von 37,6 im vergangenen Jahr auf 40,2 Prozent in 2018. Man habe trotz der Spekulationen über Kürzungen digitaler Werbebudgets keine Anzeichen für eine Verschiebung von Budgets in andere Medien gefunden. "Auch in Deutschland sehen wir einen nachhaltigen ROI der digitalen Transformation", sagt Dirk Lux, CEO von Zenith. "Marken verschieben ihre Budgets auf dem Weg zum Verbraucher. Unternehmen setzen auf leistungsstarke Algorithmen, profitieren von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning und investieren in neue E-Commerce-Lösungen. Dieser Wandel ist das Herzstück des Wachstums und bringt Steigerungen der Investitionen in digitale Kommunikation mit sich."


In Deutschland steigt der Online-Anteil an den Werbeinvestitionen dieses Jahr laut Zenith auf 36,1 Prozent. 2020 wird er bei 40 Prozent liegen. Der deutsche Werbemarkt wird laut Prognose insgesamt um 2,3 Prozent wachsen. Bei den Online-Werbeinvestitionen hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. In Großbritannien, China und Schweden liegt der Anteil der Onlinewerbung bereits bei über 55 Prozent.

Insgesamt hat Zenith seine Prognose für 2018 nach oben korrigiert und erwartet nun ein globales Wachstum der Werbeinvestitionen um 4,6 Prozent. Ende vergangenen Jahres hatte die Mediaagentur noch 4,1 Prozent Wachstum vorhergesagt. "Der globale Anzeigenmarkt wuchs im vergangenen Jahr um 4 Prozent", sagte Jonathan Barnard, Head of Forecasting und Director of Global Intelligence bei Zenith. "Nach einem Vertrauenssprung erwarten wir nun ein deutlich schnelleres Wachstum in diesem Jahr, das durch die Olympischen Winterspiele, die Fußballweltmeisterschaft und die Halbzeitwahlen in den USA unterstützt wird." dh
stats