Trotz Tierquälerei-Vorwurf: Bohlen wirbt weiter für Wiesenhof

Dieter Bohlen in einem Spot für den "Bruzzzler" von Wiesenhof
Dieter Bohlen in einem Spot für den "Bruzzzler" von Wiesenhof
Seit anderthalb Jahren wirbt Pop-Titan Dieter Bohlen für die Bruzzler-Würstchen von Wiesenhof - einem Bericht der "Bild"-Zeitung nach sollte damit nun Schluss sein. "Ich werde keine weiteren TV-Spots drehen", zitiert ihn die Zeitung. Der Hintergrund: Die Tierschutzorganisation Peta wirft Wiesenhof Tierquälerei bei der Hühnerhaltung vor. Vergangene Woche hatten Aktivisten mit toten Hühnern in den Händen vor Bohlens Villa demonstriert.


Nach HORIZONT-Informationen ist an der Schlussfolgerung nichts dran. Wiesenhof lässt über seine PR-Agentur verlauten, dass Dieter Bohlen auch weiterhin zu seinen vertraglichen Pflichten stehe - ein entsprechendes schriftliches Statement von Bohlen-Anwalt Götz Kiso - der auch in dem "Bild"-Artikel zitiert wird - liegt dem Unternehmen vor.

Betreffend der Peta-Vorwürfe verweist Wiesenhof auf vergangene Gerichtsentscheide, die im Rechtsstreit mit Peta zugunsten des Geflügelfleischherstellers ausfielen. So wurde beispielsweise ein Ermittlungsverfahren, das auf einer Peta-Strafanzeige beruhte, von der Staatsanwaltschaft Oldenburg  im Sommer eingestellt. Allerdings läuft nach wie vor ein von den Tierschützern initiiertes Verfahren gegen die Ausstallkolonne - hierbei handelt es sich jedoch nicht um Angestellte von Wiesenhof.


Bohlen steht seit Frühjahr 2009 bei Wiesenhof unter Vertrag, der erste Spot ging im April vergangenen Jahres online (Agentur: KD&P, Bremen). Die Zusammenarbeit ist auf insgesamt drei Jahre ausgelegt - geht also regulär noch bis Ende 2011. mh 
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