Rabattschlacht im TV: Renault und Opel starten Absatzrallye zum Jahresende

Im letzten Quartal des Jahres wollen die Volumenhersteller im Automarkt mit aggressiven Marketingmaßnahmen ihre Absatzstatistiken retten. Dabei vertrauen sie nicht nur auf mehr oder weniger versteckte Rabatte - einen neuen Höhepunkt erreicht auch die Taktik, immer mehr Promotion-Aktionen sogar breit im Fernsehen zu bewerben.

Das krasseste Beispiel liefert Renault in der kommenden Woche ab: Die Deutschland-Dependance der Franzosen in Brühl stoppt bis auf weiteres ihre Produkt- und Imagewerbung im TV - und geht stattdessen mit taktischen preisorientierten Spots on Air. Im TV-Spot, der erst in der letzten Woche gedreht wurde, zeigt Renault den Überfall einer Frau auf eine Samenbank. Grund: Beim Neuwagenkauf gewährt Renault bis November Prozente - und zwar je Kind. Das Motto: "Satte Rabatte pro Kind - Rackerwochen bei Renault." Verantwortlich ist Publicis, Frankfurt (Produktion: 539090, Hamburg). Auch für die zwei später folgenden Kampagnen gilt der übergreifende Claim "Rechnen Sie mit allem".

Auch Opel gibt Gas: Anders als bisher bewerben die Rüsselsheimer ab heute in TV, Print und Radio "Preisvorteil" genannte Rabatte fast lauter und größer als die Fahrzeuge (Agentur: McCann-Erickson BCA, Frankfurt). Unter dem Motto "Jede Menge Wünsche frei" bietet das Unternehmen bis 31. Dezember für die wichtigsten Modellreihen diverse Ausstattungspakete und Null-Prozent-Finanzierungen an. Den Preisverhau zum Jahresende kaschiert Opel mit einer Kooperation mit dem Disney-Animationsfilm "Die Unglaublichen - The Incredibles", der im Dezember in die Kinos kommt. rp

Mehr zu den Kampagnen und Hintergründen in der HORIZONT-Ausgabe 41/2004, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.

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