Markenverband kritisiert Plus-Übernahme durch Edeka

Prangert zunehmende Konzentration an: Franz-Peter Falke
Prangert zunehmende Konzentration an: Franz-Peter Falke
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Der Markenverband reagiert auf die Übernahme des Discounters Plus durch die Edeka-Gruppe mit Besorgnis. Die Fusion führe zu einer noch stärken Konzentration im deutschen Einzelhandel und würde auf den Schultern der Lieferanten - und damit auch der Markenartikelhersteller - ausgetragen, so der Verband.

"Die zunehmende Konzentration erhöht nicht nur die Nachfragemacht der beteiligten Handelsunternehmen, sondern bietet erfahrungsgemäß auch immer einen Anlass, Konditionsanpassungen und Sonderboni von den Lieferanten zu verlangen", so Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbandes. Die Interessensvertretung mit Sitz in Berlin erwarte daher eine genaue Prüfung durch das Kartellamt.

Die Hamburger Edeka-Gruppe hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass die Tengelmann-Discounttochter Plus mehrheitlich unter das Edeka-Dach rückt. Künftig sollen beide Billiganbieter - die Kleine-Preise-Marke Plus und die Edeka-Discounttochter Netto - gemeinsam am Markt auftreten. mh



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