Lokführer-Streik: Deutsche Bahn attackiert GDL-Chef per Anzeige

In der Kritik: GDL-Chef Schell
In der Kritik: GDL-Chef Schell

Mit einer ganzseitigen Anzeige wendet sich die Deutsche Bahn an die zurzeit streikende Bahngewerkschaft GDL. In scharfen Worten kritisiert das Verkehrsunternehmen den jüngst begonnenen Ausstand der Lokführer.

Die unter anderem im "Handelsblatt", der "Frankfurter Rundschau", der "Süddeutschen Zeitung" sowie in der "Bild"-Bundesausgabe geschaltete Anzeige beginnt mit der boulevardesk angehauchten Schlagzeile "Stoppen Sie diesen Wahnsinn, Herr Schell!". Damit zieht das in Berlin ansässige Unternehmen die Kommunikation auf eine personalisierte Ebene und wirft GDL-Chef Manfred Schell vor, es gehe ihm "nur noch um die Macht" der Gewerkschaft. Die Bahn entwirft ein Horrorszenario: "Sie wollen, dass künftig in diesem Land jede Minderheit von nicht einmal drei Prozent einer Belegschaft mit einem eigenen Tarifvertrag jederzeit ein Unternehmen und ein ganzes Land erpressen kann."


Die Bahn-Anzeige ist nicht die erste Werbekampagne, in der GDL-Boss Schell unfreiwillig auftritt. Auch der Münchner Autovermieter Sixt wirbt derzeit mit ganzseitigen Anzeigen in der Tagespresse mit dem Konterfei Schells - und bedankt sich bei ihm dafür, dass so viele Bahn-Fahrer nun wegen des Streiks die attraktiven Angebote von Sixt kennenlernen.



stats