Klaus Eck: "Marken müssen sich vom Kampagnendenken verabschieden"

Klaus Eck
Klaus Eck
Immer mehr Marken entdecken Facebook als Plattform für den Diaog mit dem Kunden. Doch sie sollten die Community nicht "als Marketingplattform missbrauchen", warnt Kommunikationsberater, Buchautor  ("Karrierefalle Internet") und Digital-Experte Klaus Eck im Interview mit Horizont.net. Vom klassischen Kampagnendenken sollten sich Unternehmen daher verabschieden. Auch einen Verzicht auf die Kampagnen-Website hält er  für denkbar.


Welche Relevanz hat da künftig noch die klassischen Kampagnen-Website?
Da kommt es ganz auf die Zielgruppe an, die ich mit meiner Kampagne erreichen möchte. Soll in erster Linie ein junges oder webaffines Publikum - die Digital Natives -angesprochen werden, dann sollte der Fokus mehr auf Facebook liegen. Wenn alle Inhalte adäquat in Facebook integriert werden können, lohnt sich die Überlegung aus Kostengründen auf die klassische Kampagnen-Webseite zu verzichten, zumal man eine solche durchaus in der eigenen Facebook Fanpage integrieren kann. Tummelt sich die Zielgruppe eher selten auf Facebook, dann setzt man besser auf die klassische Kampagnenwebseite und ergänzt diese nur durch eine Facebook Fanpage.

Wichtig ist es, Social Media Kampagnen langfristig und nicht zeitlich begrenzt zu planen. Besser ist es, solche viralen Kampagnen als Ergänzung zu den eigenen Social Media Aktivitäten zu planen. Integration ist hierbei das richtige Stichwort. Im Vorfeld sollte die Social Media Strategie und deren Ziele festgelegt und im Kommunikationsmix abgebildet werden. Social Media Kampagnen sind dann ein Bestandteil dieser Strategie. Das macht Sinn, da Unternehmen dadurch alle Fanaktivitäten ihre Marke betreffend auf Facebook bündeln und somit schneller sichtbare Erfolge erzielen können. Und solche Erfolge lassen sich dann wieder gut kommunizieren. Interview: Olaf Kolbrück



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