General Motors: Weniger Korea in Europa

Themenseiten zu diesem Artikel:
Die koreanische Automarke Daewoo, die zu General Motors (GM) gehört, wird es 2005 in Westeuropa voraussichtlich nicht mehr geben. Nach einer Meldung des Fachtitels "Automobilwoche" will GM alle neuen Daewoo-Modelle künftig - wie bereits in einigen osteuropäischen Märkten und in Nordamerika - unter der Konzernmarke Chevrolet laufen lassen. Ein Daewoo- Sprecher wollte das gegenüber HORIZONT "weder bestätigen noch dementieren".

Mit der Umfirmierung will GM die Vertriebskosten reduzieren. Am mangelnden Erfolg der Marke dürfte das Aus nicht liegen: Im vergangenen Jahr verzeichnete Daewoo in Europa ein Zulassungsplus von über 20 Prozent; allein in Deutschland wurden 13000 Pkw verkauft - mehr als doppelt so viel wie 2002. Die Marke war erst 1995 mit gewaltigem Werbeaufwand - allein in Deutschland 35 Millionen Euro - eingeführt worden.

Den Europa-Werbeetat für Daewoo, Zürich, hält die Frankfurter Agentur Bühler & Partner gemeinsam mit DFGW, London. "Wir sind bisher noch nicht informiert worden", verweist Sonja Günthel, Account Director bei Bühler & Partner, auf den "Vertrag, der bis Ende 2004 läuft". Doch die Frankfurter dürften ruhig schlafen - halten sie doch auch den Etat für die GM-Marken Chevrolet und Cadillac, deren Europa- Vertrieb über die holländische Kroymans- Gruppe läuft. Dieser Vertrag endet jedoch 2006. Offenbar sollen diesen Job künftig die bisherigen Daewoo- Ländervertretungen erledigen. rp

stats